»Die Situation ist vergleichbar mit jener in Europa 1914«

SPIEGEL-Gespräch  Der Islamforscher Gilles Kepel erklärt, woher der tief sitzende Hass am Persischen Golf rührt – und warum er sich immer wieder von Neuem entlädt.

Ara­bist Ke­pel: »Trump soll den Preis für das Auf­kün­den des Atom­ver­trags zah­len«

Seit mehr als vier Jahr­zehn­ten be­schäf­tigt sich Ke­pel, 64, der in Pa­ris an der be­rühm­ten École nor­ma­le supé­ri­eu­re lehrt, mit dem Na­hen Os­ten. Vor ei­nem Jahr hat er sich an ei­ner gro­ßen Ana­ly­se die­ser Re­gi­on ver­sucht; her­aus­ge­kom­men ist ein 450 Sei­ten di­ckes Buch, das nun auf Deutsch er­scheint(**). Er be­schreibt dar­in die his­to­ri­schen An­fän­ge des in­ter­na­tio­na­len Dschi­had, die schritt­wei­se Is­la­mi­sie­rung des Na­hen Os­tens und die Ur­sprün­ge der zu­neh­men­den schii­tisch-sun­ni­ti­schen Spal­tung. Es ist ein Buch, das es wohl nicht ge­ben wür­de, wenn IS-Kämp­fer ihn vor drei Jah­ren nicht mit dem Tod be­droht hät­ten. Ke­pel hat­te auf ein­mal un­frei­wil­lig viel Zeit zum Schrei­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 39/2019.