Briefe

Aberwit­ziges Spektakel

Nr. 37/2019  King Boris – Chaos nach Plan? Wie Premier Johnson die Zukunft der Briten verzockt

»Es ist er­schre­ckend und lehr­reich zu­gleich, wie es ei­nem skru­pel­lo­sen und in­tel­li­gen­ten Po­pu­lis­ten in Eu­ro­pa in kur­zer Zeit ge­lin­gen kann, mit Lü­gen und fal­schen Ver­spre­chun­gen die Grund­fes­te ei­ner jahr­hun­der­te­al­ten re­prä­sen­ta­ti­ven De­mo­kra­tie mas­siv zu er­schüt­tern.«

Er hat sie gefügig gemacht

Nr. 36/2019  Das Missbrauchsnetzwerk des Multimillionärs Jeffrey Epstein

Der Be­griff »se­xu­el­ler Miss­brauch Min­der­jäh­ri­ger« um­fasst von ei­ner nack­ten Mas­sa­ge bis zur Ver­ge­wal­ti­gung al­les. War­um schrei­ben Sie nicht »Ver­ge­wal­ti­gung«, wenn es eine Ver­ge­wal­ti­gung war? Sie nut­zen die Um­schrei­bung »zum Ge­schlechts­ver­kehr ge­zwun­gen« erst­mals in der Mit­te des Tex­tes. An kei­ner Stel­le be­nen­nen Sie Epsteins schlimms­tes Ver­bre­chen kon­kret. War­um scho­nen Sie ihn und sa­gen nicht, was ist: »Epstein hat Min­der­jäh­ri­ge ver­ge­wal­tigt«?

Aufreger produziert

Nr. 36/2019  YouTuber Rezo fordert mehr Selbstkritik von Journalisten

Vie­len Dank für das un­kom­men­tier­te Ab­dru­cken des Ar­ti­kels »Ko­pie­ren ist kein Jour­na­lis­mus« von Rezo. Das ist der Grund, war­um ich an ech­ten und un­ver­fälsch­ten Jour­na­lis­mus in un­se­rem Land glau­be. Und an die Mei­nungs­frei­heit.

»Gebt das Geld den Reichen!«

Nr. 36/2019  Warum Steuersenkungen die beste Versicherung gegen die Rezession wären

End­lich kom­men auch ein­mal die­je­ni­gen zu Wort, die gute Ar­gu­men­te ge­gen den re­flex­haf­ten Ruf der Alt-Keyne­sia­ner nach neu­en Schul­den vor­brin­gen. In ei­nem Punkt greift der Ar­ti­kel von Chris­ti­an Rei­er­mann al­ler­dings zu kurz: Er for­dert bes­se­re Ab­schrei­bungs­be­din­gun­gen so­wie eine Sen­kung der Kör­per­schaft­steu­er – und ver­gisst da­bei, dass dies nur das pro­du­zie­ren­de Ge­wer­be und die Ka­pi­tal­ge­sell­schaf­ten be­güns­tigt, aber nicht die Mil­lio­nen Frei­be­ruf­ler, die kaum Ab­schrei­bun­gen gel­tend ma­chen kön­nen, weil ihre In­ves­ti­tio­nen meist nur aus ge­ring­wer­ti­gen Wirt­schafts­gü­tern be­ste­hen, die so­fort ab­zugs­fä­hi­ge Kos­ten sind. Kanz­lei­en, Start-ups und Ho­me­wor­ker al­ler Art be­nö­ti­gen nicht mehr als ei­nen PC, ei­nen Dru­cker und ein Han­dy. Vie­le ha­ben nicht ein­mal ei­nen Pkw. Was soll­ten sie ab­schrei­ben? Und von ei­ner re­du­zier­ten Kör­per­schaft­steu­er ha­ben sie auch nichts.

Für das Wartezimmer

Nr. 36/2019  SPIEGEL-Gespräch mit Thomas Gottschalk über sein Leben als alter Showstar

Bit­te kei­ne In­ter­views mit dem Gott­schalk und bit­te kein »Wet­ten, dass..?« mehr! Es reicht schon!

Neues SPIEGEL-Buch

Un­ter dem Mot­to »Im Zwei­fel links« hat Ja­kob Augstein in sei­nen Ko­lum­nen im SPIEGEL und auf SPIEGEL ON­LINE bei­na­he ein Jahr­zehnt lang eine Chro­nik un­se­rer Zeit ver­fasst. Es war eine Epo­che, in der sich un­se­re Ge­sell­schaft dras­tisch ver­än­dert hat: Der Wes­ten und sei­ne Wer­te sind ge­schwächt. Die Lüge und das Vor­ur­teil tri­um­phie­ren über die Ver­nunft. Die glo­ba­le Un­ge­rech­tig­keit nimmt zu. Für die­ses Buch hat Augstein sei­ne streit­ba­ren Tex­te the­ma­tisch zu­sam­men­ge­stellt und neu kom­men­tiert. Es er­scheint am 16. Sep­tem­ber bei DVA, kos­tet 20 Euro und hat 304 Sei­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2019.