Zurück am Abgrund

Philosophie  Durch den Aufstieg des Rechtspopulismus und neue linke Bewegungen hat die kritische Theorie von Theodor W. Adorno wieder Konjunktur. Nun erscheint eine unterhaltsame Biografie der Frankfurter Schule.

Den­ker Ador­no 1965: »Statt­hal­ter der Frei­heit«

In sei­nem 2001 er­schie­ne­nen Ro­man »Die Kor­rek­tu­ren« schil­dert der ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­ler Jo­na­than Fran­zen eine eben­so ko­mi­sche wie trau­ri­ge Ge­schich­te aus dem Le­ben ei­nes sei­ner ge­bro­che­nen Hel­den, des Li­te­ra­tur­pro­fes­sors Chip Lam­bert. Der Mann hat we­gen ei­ner Af­fä­re mit ei­ner Stu­den­tin sei­ne An­stel­lung an der Uni­ver­si­tät ver­lo­ren. Nun braucht er Geld, um sei­ne Freun­din bei Lau­ne zu hal­ten. Chip, der meh­re­re Me­ter mar­xis­ti­sche kul­tur­kri­ti­sche Bän­de in sei­ner Bi­blio­thek ste­hen hat, ver­kauft sei­ne Samm­lung von Bü­chern der Frank­fur­ter Schu­le: »Er wand­te sich von ih­ren vor­wurfs­vol­len Rü­cken ab und er­in­ner­te sich, wie je­des ein­zel­ne von ih­nen da­mals, in den Buch­hand­lun­gen, eine ra­di­ka­le Kri­tik der spät­ka­pi­ta­lis­ti­schen Ge­sell­schaft ver­hei­ßen hat­te.«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2019.