Nach­richten aus der BRD

Essay  Der Schriftsteller Andreas Maier über die Wahl eines NPD-Politikers in seiner alten Heimat Wetterau

Ich bin 1967 ge­bo­ren, hes­si­sche Kreis­stadt, männ­lich. Mei­ne Be­zugs­ko­or­di­na­ten wa­ren, ob­gleich ich aus ei­nem bür­ger­li­chen Haus­halt stam­me, eher »links­ver­sifft«, wie ei­ni­ge heu­te sa­gen wür­den. Al­ler­dings hät­ten nicht ein­mal mei­ne CDU-El­tern da­mals ein sol­ches Wort in den Mund ge­nom­men. Sie neig­ten zur Ab­nei­gung ge­gen Ein­zel­ne, nicht zur Grup­pen­ver­ur­tei­lung. Da­mals wur­den ka­put­te Jeans oder zu lan­ge Haa­re von mei­nen El­tern zwar noch wirk­lich und in­ten­siv und per­sön­lich als An­griff auf­ge­fasst, aber der An­griff schuf kei­ne Ge­gen­ideo­lo­gie. Denn die Links­al­ter­na­ti­ven wa­ren für sie nur ein Hau­fen Spin­ner.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 38/2019.