Labor der Demokratie

Tunesien  In der Stadt Sidi Bouzid verbrannte sich 2010 ein Obsthändler und löste so den Arabischen Frühling aus. Nun können die Tunesier erneut frei wählen. Doch reicht ihnen das?

Boua­zi­zi-Por­trät in Sidi Bou­zid: »Wir wer­den nicht ver­ge­ben«

An Mo­ha­med Boua­zi­zi, den jun­gen Stra­ßen­ver­käu­fer, der sich im De­zem­ber 2010 selbst ver­brann­te, er­in­nert in Sidi Bou­zid ein Denk­mal aus Stein vor dem Gou­ver­neurs­ge­bäu­de. Es soll den Hand­kar­ren dar­stel­len, auf dem er Obst und Ge­mü­se feil­bot. Dar­auf lie­gen aber kei­ne Bir­nen, son­dern die Flag­ge Tu­ne­si­ens, um den Kar­ren zwei ge­stürz­te Thro­ne – als Er­in­ne­rung dar­an, wel­ches po­li­ti­sche Erd­be­ben Boua­zi­zis Selbst­ver­bren­nung aus­lös­te. Auf den Kar­ren hat je­mand in Rot ge­sprayt: »Ma nisch ma­sa­meh«, ich wer­de euch nicht ver­ge­ben.

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