ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Cas­tro bei Zu­cker­rohr­ern­te
Revolution

Kampf bis zum letzten Rohr

Zehn Jahre zuvor hatte Fidel Castro mit seinen getreuen Revolutionären Kuba erobert, 1969 stand das Land am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der Máximo Lider hatte erstaunlich viele Fehlentscheidungen getroffen, ohne den Rückhalt seiner Landsleute zu verlieren.

Von An­fang an ver­ach­te­te Cas­tro je­den Ex­per­ten­rat, die Be­ru­fung sei­nes Mit­re­vo­lu­tio­närs Er­nes­to »Che« Gue­va­ra zum Zen­tral­bank­chef war ge­wis­ser­ma­ßen weg­wei­send – Gue­va­ra ver­stand nach ei­ge­nem Be­kun­den rein gar nichts von Wirt­schaft. Ju­gend und En­thu­si­as­mus er­setz­ten Qua­li­fi­ka­ti­on: »Be­geis­tert, sym­pa­thisch, in­tel­li­gent – und igno­rant« galt es zu sein. »Re­vo­lu­tio­nä­re Mo­ral«, be­fand der SPIEGEL zum Auf­takt sei­ner vier­tei­li­gen Se­rie, »er­setzt öko­no­mi­sche Ren­ta­bi­li­tät«. Man wer­de in­ner­halb von spä­tes­tens zehn Jah­ren »den bei Wei­tem höchs­ten Le­bens­stan­dard in Ame­ri­ka ha­ben«, hat­ten die Re­vo­lu­tio­nä­re An­fang der Sech­zi­ger­jah­re noch ge­tönt – doch statt­des­sen ging es den Ku­ba­nern mit je­dem Jahr schlech­ter.

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