Sün­den­böcke für die Politik

Analyse Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa muss entschlossener als bisher Gewalt gegen Fremde bekämpfen.

von Bartholomäus Grill

Eine Re­gen­bo­gen­na­ti­on woll­te Süd­afri­ka nach dem Ab­tritt der Apart­heid­re­gie­rung 1994 wer­den. Nel­son Man­de­la hat­te die Vi­si­on ei­ner mul­ti­eth­ni­schen Ge­sell­schaft, in der Men­schen al­ler Haut­far­ben fried­lich zu­sam­men­le­ben. Doch das gilt ein Vier­tel­jahr­hun­dert spä­ter of­fen­bar nur noch sehr ein­ge­schränkt: In die­ser Wo­che kam es in Jo­han­nes­burg und Pre­to­ria zu An­grif­fen ge­gen Ein­wan­de­rer aus an­de­ren afri­ka­ni­schen Staa­ten. Ge­schäf­te wur­den ge­plün­dert und nie­der­ge­brannt; es gab Tote und Ver­letz­te. Da Süd­afri­ka deut­lich wohl­ha­ben­der ist als vie­le Nach­bar­staa­ten, ist es ein Ma­gnet für Ein­wan­de­rer. Drei bis fünf Mil­lio­nen Mi­gran­ten sol­len sich im Land auf­hal­ten, ge­naue Zah­len sind nicht be­kannt. Sie kom­men aus Kri­sen­län­dern wie So­ma­lia, Sim­bab­we oder Mo­sam­bik.

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