Ende Legende

Essay    Die Treuhand gilt als Ursache aller Probleme im Osten Deutschlands. Ein Blick in die Archive reicht, dies als Mär zu entlarven.
Von Norbert F. Pötzl

Der Re­flex funk­tio­niert noch im­mer. »Die Treu­hand«, sagt der Gör­lit­zer So­zio­lo­ge Raj Koll­mor­gen, sei wie ein Code­wort, »das man auf­ruft, und alle sa­gen: ja, wie wahr!« Die meis­ten Ost­deut­schen kön­nen sich schnell dar­auf ei­ni­gen: Die In­sti­tu­ti­on, die 1990 ge­grün­det wur­de und bin­nen vier Jah­ren rund 8500 staat­li­che, so­ge­nann­te volks­ei­ge­ne Be­trie­be der DDR pri­va­ti­sier­te, gilt als Ur­sa­che al­len Übels, das die Men­schen zwi­schen Zin­no­witz und Zwi­ckau heu­te be­kla­gen.

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