Bei­na­he aus­ge­stor­ben. Das In­di­sche Pan­zer­nas­horn, mit bis zu 1,90 Me­ter Schul­ter­hö­he und 2,2 Ton­nen Ge­wicht ei­nes der größ­ten Land­s­äu­ge­tie­re über­haupt, war von der Erde schon fast ver­schwun­den, 200 Ex­em­pla­re leb­ten noch An­fang des 20. Jahr­hun­derts. Heu­te sind es wie­der 3588, die im Nor­den In­di­ens und in Ne­pal vor al­lem in zwei Na­tio­nal­parks gra­sen und Blät­ter von Bü­schen und Bäu­men fres­sen. Tier­po­pu­la­tio­nen kön­nen sich er­ho­len, das ist die gute Nach­richt. Was nö­tig ist? Ge­nug Fut­ter und Platz müs­sen da sein, das rich­ti­ge Kli­ma muss herr­schen. Vor al­lem aber hat der Mensch zu hel­fen, ohne ihn geht es nicht. Den In­di­schen Pan­zer­nas­hör­nern hat ge­hol­fen, dass die Tie­re un­ter stren­gen Schutz ge­stellt und zum Bei­spiel bes­ser vor Wil­de­rei ge­schützt wur­den. Teil­wei­se wur­de das Pan­zer­nas­horn so­gar um­ge­sie­delt, das ver­schaff­te ihm mehr Platz und da­mit Raum für wei­te­re Ver­meh­rung. Noch bes­ser hat das, laut WWF, mit dem Afri­ka­ni­schen Breit­maul­nas­horn ge­klappt, das über­wie­gend in Süd­afri­ka lebt. Sei­ne Po­pu­la­ti­on war vor 100 Jah­ren auf we­ni­ger als 100 Tie­re zu­rück­ge­gan­gen, heu­te sind es 18 000 Breit­mäu­ler. Dass so et­was ge­lingt, ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Eine Un­ter­art, das Nörd­li­che Breit­maul­nas­horn, steht kurz vor dem Aus. Im ver­gan­ge­nen Jahr starb »Su­dan«, der letz­te Bul­le, nun le­ben nur noch zwei Weib­chen. Durch ein­ge­fro­re­ne Sa­men und Leih­mut­ter­schaf­ten soll das Über­le­ben der Un­ter­art ge­si­chert wer­den. Es gibt al­ler­dings vie­le Ar­ten, bei de­nen Hil­fe zu spät kommt; sie sind be­reits aus­ge­stor­ben. Zum Bei­spiel der Rie­sen­vo­gel Dodo.

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