Per­so­na­lien

Das wahre Gewicht

• Die bri­ti­sche Schau­spie­le­rin und TV-Mo­dera­to­rin Ja­mee­la Ja­mil, 33, möch­te, dass Frau­en nicht mehr über ihr Selbst­wert­ge­fühl nach­den­ken, wenn sie sich auf die Waa­ge stel­len. Nach­dem sie 2018 ei­nen In­ter­net­post ge­se­hen hat­te, auf dem die weib­li­chen Mit­glie­der des Kar­da­shi­an-Clans ihr Ge­wicht of­fen­ge­legt hat­ten und in Kom­men­ta­ren die Le­ser dazu auf­ge­for­dert wur­den, das ei­ge­ne Ge­wicht preis­zu­ge­ben, rief sie auf Ins­ta­gram die Kam­pa­gne @i_weigh ins Le­ben. Ja­mil for­dert dazu auf, nach dem Satz­an­fang »Ich wie­ge ...« auf­zu­lis­ten, wor­auf man stolz sei. Ja­mil war als Teen­ager ma­ger­süch­tig und wog sich täg­lich, nach­dem sich im Schul­un­ter­richt beim Ge­wichts­ver­gleich her­aus­ge­stellt hat­te, dass sie die schwers­te al­ler Klas­sen­ka­me­ra­den war. Mitt­ler­wei­le hat Ja­mil mehr als 800 000 Fol­lo­wer und wird von Stars wie Tay­lor Swift oder Ree­se Wi­t­her­spoon un­ter­stützt. Ge­ra­de hat sie eine Aus­ga­be der Lon­do­ner Frau­en­zeit­schrift »Sty­list« ge­stal­tet. Dar­in wen­det sie sich ve­he­ment ge­gen die »ag­gres­si­ve« Diät­kul­tur und den »He­ro­in chic«.

Feminis­ti­scher Mäzen

• Der aus den Ara­bi­schen Emi­ra­ten stam­men­de Mä­zen Sul­tan So­oud Al-Qas­se­mi, 41, geht ge­gen die un­glei­che Ge­schlech­ter­ver­tei­lung in der Kunst­welt vor. In den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten mach­te sich das Mit­glied des Herr­scher­hau­ses im Emi­rat Schard­scha auf die Su­che nach Wer­ken ara­bi­scher Künst­le­rin­nen. Da­mit möch­te er die Samm­lung sei­ner Kunst­stif­tung er­wei­tern und im No­vem­ber eine Aus­stel­lung in Schard­scha er­öff­nen. Al-Qas­se­mi, der an ver­schie­de­nen Uni­ver­si­tä­ten lehrt, war von ei­ni­gen Stu­den­ten vor­ge­hal­ten wor­den, dass le­dig­lich ein Vier­tel der aus­ge­stell­ten Wer­ke sei­ner Samm­lung von Künst­le­rin­nen stammt. Nun setzt sich Al-Qas­se­mi für Gleich­be­rech­ti­gung ein, und zwar welt­weit. Nur 13 Pro­zent der aus­ge­stell­ten Kunst­wer­ke in US-ame­ri­ka­ni­schen Mu­se­en sei­en von Künst­le­rin­nen ge­schaf­fen wor­den, be­haup­tet er. Im Kunst­mu­se­um sei­ner Hei­mat Schard­scha lie­ge der Frau­en­an­teil un­ter den aus­ge­stell­ten Künst­lern da­ge­gen be­reits heu­te bei 27 Pro­zent. Al-Qas­se­mi sieht sich als Vor­kämp­fer für die Frau­en und ver­kün­det: »Ich wer­de den An­teil auf 50 Pro­zent durch­drü­cken, auch wenn es hart wird.« Laut Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal wer­den Frau­en in den Emi­ra­ten al­ler­dings wei­ter­hin durch Ge­set­ze be­nach­tei­ligt.

Deutscher Darth Vader?

• Der deut­sche Re­gis­seur Wer­ner Her­zog, 76, ist in den USA mehr für sei­ne Stim­me als für sei­ne Fil­me be­kannt. Die Kom­men­tar­tex­te sei­ner viel­fach prä­mier­ten Do­ku­men­ta­tio­nen wie »Grizz­ly Man« spricht er gern selbst. Sei­ne ecki­ge Aus­spra­che und sein teu­to­ni­sches Tim­bre ge­nie­ßen in­zwi­schen Kult­sta­tus. Mit die­ser Stim­me ver­setz­te Her­zog ge­ra­de im ka­li­for­ni­schen Ana­heim Tau­sen­de »Star Wars«-Fans in Ver­zü­ckung. Auf der Expo D23, ei­ner Mes­se des Dis­ney-Kon­zerns, wur­de der Trai­ler zu der »Star Wars«-Fern­seh­se­rie »The Man­da­lo­ri­an« ge­zeigt. Die ein­zi­gen Sät­ze im Trai­ler wer­den von Her­zog ge­spro­chen. Als ihn die Fans in Ana­heim sa­gen hör­ten: »Kopf­geld­jä­ger ist ein kom­pli­zier­ter Be­ruf. Nicht wahr?«, bran­de­te Ju­bel auf. Seit­dem wird dis­ku­tiert, wel­che Rol­le Her­zog in »The Man­da­lo­ri­an« spie­len könn­te. Auch Darth Va­der, der le­gen­dä­re Schur­ke der »Star Wars«-Fil­me, hat­te nicht zu­letzt über sei­ne Stim­me sei­ne Be­droh­lich­keit ent­fal­tet. Die Fans wer­den sich wohl ge­dul­den müs­sen, bis die Se­rie im No­vem­ber auf dem neu­en Strea­m­ing­dienst Dis­ney Plus ge­zeigt und das Ge­heim­nis ge­lüf­tet wird.

Kunst am Nagel

• Die bri­ti­sche Sän­ge­rin Dua Lipa, 24, gilt seit ih­rem vor zwei Jah­ren er­schie­ne­nen De­büt­al­bum als kom­men­de Popqueen. Ihr Hit »New Ru­les« wur­de auf Spo­ti­fy mehr als eine Mil­li­ar­de Mal ab­ge­fragt. Mehr als 30 Mil­lio­nen Abon­nen­ten ver­fol­gen auf Ins­ta­gram mit, wie sie alle zwei Wo­chen das De­sign ih­rer Fin­ger­nä­gel än­dert und die Ver­zie­run­gen fast zu ei­ner ei­ge­nen Kunst­form er­hebt. Nun er­klär­te sie ge­gen­über der ame­ri­ka­ni­schen »Vogue«, dass sie aus der Not eine Tu­gend ge­macht habe. Als jun­ge Frau habe sie oft auf ih­ren Nä­geln ge­kaut. Umso mehr freue sie sich nun über die Krea­ti­vi­tät ih­rer Ma­ni­kü­re: »In­zwi­schen lie­be ich Nä­gel, bin ein gro­ßer Fan.« Lipa, auch Mar­ken­bot­schaf­te­rin für Yves Saint Lau­rent, ar­bei­tet an ih­rem neu­en Al­bum und ist im Ge­spräch, für den kom­men­den Bond-Film »No Time to Die« ei­nen Song bei­zu­steu­ern.

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