Schweins­haxen-Valley

Eine Meldung und ihre Geschichte Wie ein bayerischer Wirt versuchte, seinen Interneteintrag zu löschen

Es war der 25. No­vem­ber 2017, als der Wirt Pe­ter Hu­bert sei­nen Kampf ge­gen den Al­go­rith­mus auf­nahm. An je­nem Sams­tag, sagt Hu­bert, ka­men Kun­den in sein Bräust­überl Te­gern­see und sag­ten, er kön­ne froh sein, dass sie sich über­haupt auf den Weg zu ihm ge­macht hät­ten, denn im In­ter­net ste­he, man müs­se bei ihm lan­ge auf ei­nen Tisch war­ten. Hu­bert wun­der­te sich. Er sag­te zu den Gäs­ten, das kön­ne nicht stim­men, im Schank­raum sei­en noch min­des­tens 20 Ti­sche frei, sie sä­hen es ja selbst, sie stün­den mit­ten­drin. »Schau doch nach«, hät­ten die Gäs­te er­wi­dert und auf ihre Smart­pho­nes ver­wie­sen, und Hu­bert hat­te auf sei­nem ei­ge­nen Smart­pho­ne »Bräust­überl Te­gern­see« ge­goo­gelt. Un­ter ei­nem Dia­gramm aus blau­en Bal­ken, das den Be­su­cher­an­drang in sei­nem Wirts­haus bis auf die Stun­de ge­nau an­zei­gen soll­te, stand: »Live: stark be­sucht. War­te­zei­ten nor­ma­ler­wei­se bis zu ei­ner Stun­de und 45 Mi­nu­ten«.

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