ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Ken­ne­dy mit Re­por­tern
Skandale

Schreck­liches Geschick

Die Kennedys faszinierten die Menschen und trieben die Medien zur Hysterie: Nun war es Edward, der jüngste der drei Brüder, der die seltsame Tradition der Familie zum gewaltsamen Tod weiter pflegte – nur dass in diesem Fall nicht er selbst, sondern seine jugendliche Begleiterin ums Leben kam.

In der Nacht zum 19. Juli ver­ließ Ed­ward »Ted­dy« Ken­ne­dy (37) zu­sam­men mit der 28-jäh­ri­gen Mary Jo Ko­pech­ne eine fröh­li­che Fei­er auf der ex­klu­si­ven Neu­eng­land-Fe­ri­en­in­sel Chap­paquid­dick. In bes­ter Ken­ne­dy-Ma­nier hat­te er eine Re­gat­ta ab­sol­viert und sich mit Freun­den in ei­nen Bun­ga­low zu­rück­ge­zo­gen. Kurz nach 23 Uhr sei er müde ge­we­sen und habe be­schlos­sen, die letz­te Fäh­re zu sei­nem Ho­tel auf der Nach­bar­in­sel Mart­ha's Vi­ney­ard zu neh­men. Und weil sei­ne Wahl­kampf­hel­fe­rin Ko­pech­ne eben­falls zu ih­rem Ho­tel woll­te, habe er sie mit­ge­nom­men. Statt zum Fähr­an­le­ger zu fah­ren, habe er irr­tüm­lich eine fal­sche Ab­zwei­gung ge­nom­men; an ei­ner schma­len, ge­län­der­lo­sen Brü­cke sei er, ge­stand Ken­ne­dy, trotz mä­ßi­ger Ge­schwin­dig­keit vom Weg ab­ge­kom­men: Der Olds­mo­bi­le über­schlug sich und lan­de­te im Pou­cha Pond, ei­nem Ge­zei­ten­ka­nal, der die In­sel vom Strand trenn­te. Der Se­na­tor ent­kam dem Wrack, sei­ne Be­glei­te­rin er­trank.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2019.