Haus­mit­tei­lung

Blech

An der Dis­coun­ter­kas­se war der kleins­te Ar­ti­kel im Ein­kaufs­wa­gen von Jörg Blech der teu­ers­te: ein Dös­chen Ge­sicht­screme für 9,45 Euro, da­für kriegt man bei Aldi sonst schon bei­na­he eine Fla­sche Cham­pa­gner. Aber die Creme ver­sprach sicht­bar we­ni­ger Fal­ten, und das schon nach vier Wo­chen. Spiegel-Au­tor Blech woll­te wis­sen, ob das stim­men kann. Hal­ten die im­mer neu­en Anti-Aging-Pro­duk­te, was sie ver­hei­ßen? Blech be­frag­te Haut­ex­per­ten, las Stu­di­en und be­such­te die Zen­tra­le von Ge­l­i­ta, ei­nem füh­ren­den Her­stel­ler so­ge­nann­ter Schön­heits­kol­la­ge­ne. »Die Kos­me­tik­in­dus­trie forscht so lan­ge, bis sie ir­gend­ei­nen si­gni­fi­kan­ten Ef­fekt fin­det, mit dem sie wer­ben kann«, sagt Blech. In der Ti­tel­ge­schich­te be­schreibt er, ob die­se Ef­fek­te für den Ver­brau­cher tat­säch­lich ei­nen Nut­zen ha­ben und wozu kri­ti­sche Der­ma­to­lo­gen ra­ten, um die Haut jung zu hal­ten. Zum Ar­ti­kel

Höf­lin­ger, Zand in Hong­kong

Im auf­ge­wühl­ten Hong­kong tra­fen sich die­se Wo­che zwei Spiegel-Kor­re­spon­den­ten, die aus den bei­den be­völ­ke­rungs­reichs­ten Län­dern der Erde be­rich­ten – Lau­ra Höf­lin­ger aus In­di­en und Bern­hard Zand aus Chi­na. Bei­de Staa­ten sind ak­tu­ell mit Kri­sen kon­fron­tiert, In­di­en in Kasch­mir und Chi­na in Hong­kong. Kein Zu­fall, sagt Zand: »Neu-De­lhi und Pe­king wol­len ih­ren Ein­fluss aus­deh­nen; ein Trend im Zeit­al­ter des Neo-Au­to­ri­ta­ris­mus.« Höf­lin­ger, die ei­gent­lich zu­rück nach In­di­en woll­te, um über Kasch­mir zu be­rich­ten. Sie kam nicht aus Hong­kong her­aus, weil De­mons­tran­ten den Flug­ha­fen be­setzt hat­ten. Ins Kaschmir­tal reis­te Spiegel-Mit­ar­bei­te­rin Su­n­ai­na Ku­mar. Sie er­leb­te, wie es sich an­fühlt, im 21. Jahr­hun­dert von der Au­ßen­welt ab­ge­schnit­ten zu sein: In­di­ens Re­gie­rung hat die Te­le­fon- und In­ter­net­ver­bin­dun­gen in der Hi­ma­la­ja-Re­gi­on ge­kappt. Zum Ar­ti­kel

Zehn Bis­tü­mer schrieb Re­dak­teur Maik Gro­ße­kathö­fer an, auf der Su­che nach ei­nem Pries­ter­kan­di­da­ten, den er wür­de be­glei­ten kön­nen. Ihn in­ter­es­sier­te, wer heu­te noch be­reit ist, ohne Frau und Kin­der zu le­ben, um die »Fro­he Bot­schaft« zu ver­kün­den. Zwei Bis­tü­mer mel­de­ten sich gar nicht zu­rück, sechs sag­ten ab. Acht Tage ver­brach­te er schließ­lich im Bor­ro­ma­e­um, dem bi­schöf­li­chen Pries­ter­se­mi­nar in Müns­ter. Gro­ße­kathö­fer, der vor mehr als 20 Jah­ren aus der Kir­che aus­ge­tre­ten ist, war über­rascht, wie vie­le Ge­be­te er noch mit­spre­chen konn­te. Un­ter an­de­rem be­te­te er mit dem Pries­ter­an­wär­ter Ma­xi­mi­li­an Heu­vel­mann, der ihn be­ein­druck­te: »Ein jun­ger Mann, der ei­nen kri­ti­schen Blick auf sei­ne Aus­bil­dung hat und über­zeugt ist, dass sich die ka­tho­li­sche Kir­che ver­än­dern muss.« zum Ar­ti­kel

Wie kommt man zu ei­ner ge­rech­ten Ent­schei­dung, beim Tei­len von Gum­mi­bär­chen, aber auch von Steu­er­mil­li­ar­den? Die­ser Fra­ge geht die Ti­tel­ge­schich­te der neu­en Aus­ga­be von »Dein SPIEGEL« nach, dem Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der, die am Diens­tag er­scheint. Au­ßer­dem ab Don­ners­tag am Ki­osk: eine Mi­schung aus al­ten und neu­en Bei­trä­gen zum 80. Jah­res­tag des Kriegs­be­ginns am 1. Sep­tem­ber 1939. Mehr als 60 Mil­lio­nen Men­schen star­ben im Zwei­ten Welt­krieg. Muss die­se Ge­schich­te im­mer wie­der er­zählt wer­den? Ja. Als Mah­nung. »Ich habe 50 Jah­re be­nö­tigt, bis ich dar­über re­den konn­te«, sagt die Ausch­witz-Über­le­ben­de Bro­nia Brand­man in der neu­en SPIEGEL EDI­TI­ON GE­SCHICH­TE.