Die Kil­ler­kinder

Filmkritik  »Paranza«, die Verfilmung eines Buchs von Roberto Saviano, erzählt vom Mafianachwuchs Neapels.

Sie ha­ben strah­len­de, un­ver­sehr­te, pflau­men­wei­che Ge­sich­ter, doch wenn die Jungs mit ih­ren Schieß­werk­zeu­gen los­bal­lern, dann ist das kein Spiel, son­dern mör­de­ri­scher Ernst. Das ist der Ge­gen­satz, aus dem der Film »Par­an­za – Der Clan der Kin­der« sei­nen Reiz be­zieht. Der Re­gis­seur Clau­dio Gio­van­nesi hat sich Lai­en­dar­stel­ler aus den är­me­ren Stadt­vier­teln Nea­pels zu­sam­men­ge­sucht, sie auf Mo­peds und Mo­tor­rol­ler ge­setzt und in eine Ge­schich­te sau­sen las­sen, die kei­ne gro­ßen Um­we­ge kennt. In der ers­ten Sze­ne klau­en die jun­gen Hel­den ei­nen gro­ßen Weih­nachts­baum aus ei­ner Lu­xus­ein­kaufs­pas­sa­ge im Stadt­zen­trum. In der Mit­te des Films be­för­dern sie aus ei­nem Sack ein hal­bes Dut­zend Ma­schi­nen­pis­to­len ans Licht, wozu ei­ner der Jungs ju­belt: »Jetzt ist Weih­nach­ten!«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 34/2019.