Kreuz­fahrt­schiff »Sym­pho­ny of the Seas«

Balkonien auf hoher See

Massentourismus  Der Kreuzfahrtboom zeigt immer häufiger seine hässliche Seite: Die Schiffe verpesten Luft und Ozeane, ihre Passagiere wollen es an Bord heimelig und treten bei Landgang im Pulk auf. Selbst abgelegene Küstenstädte sind vor den Kreuzfahrern nicht mehr sicher. Wer zahlt den Preis für den Wahnsinn?

Die »Mein Schiff 6«, fast 300 Me­ter lang, fast 60 Me­ter über Was­ser hoch, wäre für Pi­ra­ten eine fet­te Beu­te. Beim Aus­lau­fen Ende Juni in Tri­est hat sie 9,5 Ton­nen Frisch­fleisch ge­la­den, 5,3 Ton­nen Fi­sche und Krus­ten­tie­re, 14,4 Ton­nen Ge­mü­se, 11,6 Ton­nen Obst, 28 000 Eier, 7100 Crois­sants, fast 14 000 Li­ter Bier, Wein und Pro­sec­co. Ir­gend­wo im fla­chen Bauch des Schif­fes la­gern auch 32 Ki­lo­gramm Ka­vi­ar und ein paar Hun­dert Fla­schen Cham­pa­gner, Pro­vi­ant für drei­ein­halb­tau­send See­len, die sich für sie­ben Tage aufs Meer be­ge­ben: rund tau­send Mann Be­sat­zung und 2534 Kreuz­fah­rer des frü­hen 21. Jahr­hun­derts.

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