Per­so­na­lien

Wunderfrauen unter sich

• Mit der Dar­stel­lung un­ge­wöhn­li­cher Hel­din­nen kennt die is­rae­li­sche Schau­spie­le­rin Gal Ga­dot, 34, sich gut aus: Drei­mal kämpf­te sie als Won­der Wo­man mit Su­per­kräf­ten ge­gen das Böse. Jetzt wur­de be­stä­tigt, dass sie die aus Öster­reich stam­men­de jü­di­sche Schau­spie­le­rin Hedy Lamarr (1914 bis 2000) in ei­ner Se­rie ver­kör­pern wird. Lamarr war zu ih­rer Zeit selbst eine Art Won­der Wo­man in Hol­ly­wood, sie galt als die schöns­te Frau der Welt. Ihr be­weg­tes Le­ben bot be­reits Stoff für meh­re­re Do­ku­men­ta­tio­nen. Eine da­von heißt »Ge­nia­le Göt­tin«, weil Lamarr wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs auch Er­fin­de­rin von Tech­no­lo­gi­en war, die heu­te als frü­he Vor­läu­fer für Blue­tooth- und WLAN-Tech­nik gel­ten. Sie war sechs­mal ver­hei­ra­tet, ihre Lie­bes­af­fä­ren mit Män­nern und Frau­en sind un­ge­zählt. Ga­dot wird im Pro­jekt des ame­ri­ka­ni­schen TV-Sen­ders Show­time nicht nur die Haupt­rol­le spie­len, son­dern ge­mein­sam mit ih­rem Mann auch als Pro­du­zen­tin tä­tig sein. Wann die Dreh­ar­bei­ten be­gin­nen, ist nicht be­kannt.

Alles außer gewöhnlich

• Wenn sie die Büh­ne be­tritt, krei­schen die Fans, ihre Mu­sik wur­de be­reits mehr als zwei Mil­li­ar­den Mal ge­streamt, und auf der Stra­ße bleibt sie nicht lan­ge un­er­kannt – Bil­lie Ei­lish, 17, ist ein Su­per­star. Nur zu Hau­se bei ih­ren El­tern in Los An­ge­les bleibt sie eine ganz nor­ma­le Toch­ter, die ihr Zim­mer auf­räu­men muss, auch wenn das Mu­sik­ma­ga­zin »Rol­ling Sto­ne« für ein In­ter­view vor­bei­kommt. Dar­in er­zählt Ei­lish von ih­rer Syn­äs­the­sie, ei­nem neu­ro­bio­lo­gi­schen Phä­no­men, das die Kopp­lung für ge­wöhn­lich ge­trenn­ter Sin­ne be­zeich­net: »Jede Per­son, die ich ken­ne, hat in mei­nem Kopf eine ei­ge­ne Zahl, Form und Far­be, aber das ist für mich nor­mal.« Ihr Bru­der sei ein oran­ge­far­be­nes Drei­eck, sein Name, Fin­ne­as, dun­kel­grün. Die Sän­ge­rin sprach auch frei­mü­tig über ihre psy­chi­schen Pro­ble­me. Schon als 14-Jäh­ri­ge er­litt sie ihre ers­te de­pres­si­ve Pha­se. Die vie­len Tour­ne­en sei­en schreck­lich an­stren­gend, von ih­ren Freun­den ge­trennt zu sein fal­le ihr schwer. Die­ses Pro­blem hat sie nun ge­löst: Zu­sätz­lich zum Tour­bus gibt es jetzt ei­nen Bus für die Freun­de.

1999

Cocktail mit Cohen

• Die Krea­ti­vi­tät des 2016 ver­stor­be­nen ka­na­di­schen Künst­lers Leo­nard Co­hen war über­wäl­ti­gend: Er ver­schö­ner­te die Welt mit Ro­ma­nen, Songs, Ge­dich­ten, Ge­mäl­den. Nun ist dar­an er­in­nert wor­den, dass er auch in ku­li­na­ri­scher Hin­sicht schöp­fe­risch tä­tig war: Mit­te der Sieb­zi­ger­jah­re kre­ierte Co­hen den Cock­tail Red Need­le, be­nannt nach sei­nem da­ma­li­gen Wohn­ort Need­les in Ka­li­for­ni­en. Der Drink ent­hält Te­qui­la, Cran­ber­ry­saft und Zi­tro­ne und wird auf Eis in ei­nem Stiel­glas ser­viert. Co­hen be­rich­te­te von dem Drink in sei­nem Buch »De­ath of a La­dy's Man«. Wer im Au­gust zu­fäl­lig in New York ist, kann sich je­den Don­ners­tag­abend ei­nen (oder auch zwei) Red Need­le im Jü­di­schen Mu­se­um ser­vie­ren las­sen. Dort läuft noch bis zum 8. Sep­tem­ber die Aus­stel­lung »Leo­nard Co­hen: A Crack in Ever­y­thing«, eine Hom­mage an den Sin­ger-Song­wri­ter, des­sen To­des­tag sich im No­vem­ber zum drit­ten Mal jährt.

Die Queen geht immer

• Ein Haus­halts­ge­rä­te­her­stel­ler pro­fi­tiert von der Be­geg­nung ei­nes ehe­ma­li­gen Eton­schü­lers mit der Queen. Eliz­a­beth II., 93, emp­fing den neu­en Tory-Par­tei­chef Bo­ris John­son, 55, im Bucking­ham Pa­lace, um den tra­di­tio­nel­len Akt zur Er­nen­nung zum Pre­mier zu voll­zie­hen. Die of­fi­zi­el­len Fo­tos zei­gen ei­nen wie im­mer leicht zer­zaus­ten John­son und eine wie im­mer wie aus dem Ei ge­pell­te Queen im Emp­fangs­zim­mer des Pa­las­tes, der very Bri­tish mit Ka­min und an­ti­ken Mö­beln ein­ge­rich­tet ist. Au­ßer­dem ist im Hin­ter­grund rechts im Bild ein fu­tu­ris­tisch an­mu­ten­des Ge­rät zu se­hen. Ken­ner iden­ti­fi­zier­ten dies schnell als Kli­ma­ge­rät der bri­ti­schen Fir­ma Dy­son, die für ihre ex­tra­va­gan­ten De­sign­staub­sau­ger be­rühmt ist – und stürm­ten ana­lo­ge Lä­den und di­gi­ta­le An­bie­ter glei­cher­ma­ßen. Eine ef­fi­zi­en­te­re Wer­bung – und dazu ganz kos­ten­los – hat Dy­son wohl nie be­kom­men. In­ner­halb kür­zes­ter Zeit sei das Kli­ma­ge­rät in Groß­bri­tan­ni­en aus­ver­kauft ge­we­sen, be­rich­tet der »Guar­di­an«. Das Mo­dell, das auch als Luft­rei­ni­ger funk­tio­nie­ren soll, kos­tet mehr als 500 Pfund.

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