Wie lebende Maschinen

Ethik  Nutztiere sind dem Menschen ähnlicher als gedacht, sie haben vielfältige Gefühle und eine Art von Bewusstsein. Doch nur zögernd stellt sich die Politik der Frage, was diese Erkenntnisse für die tiergerechte Haltung und das Schlachten bedeuten.
Von Nicola Abé

Tiere füh­len nicht, Tie­re den­ken nicht, sie ha­ben auch kein Be­wusst­sein, so sa­hen es die Men­schen über Jahr­hun­der­te, so se­hen es vie­le noch heu­te. Des­halb igno­rie­ren sie auch ei­nen Zu­stand wie die­sen: Eine Sau wird künst­lich be­samt. Man hält sie in ei­nem en­gen Stand aus Me­tall­git­tern ge­fan­gen. Sie steht bis zu vier Wo­chen lang den gan­zen Tag am sel­ben Fleck. Sie schläft dort, uri­niert, sie son­dert Ex­kre­men­te ab. Hoch­schwan­ger kommt sie spä­ter wie­der un­ter ei­nen en­gen Me­tall­korb in der Ab­fer­kel­bucht. Rund drei Wo­chen nach der Ge­burt nimmt man dem Tier die Fer­kel weg, um sie zu mäs­ten und zu schlach­ten. So in etwa sieht das Le­ben ei­ner nor­ma­len deut­schen Zucht­sau aus.

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