Kopflos in Seattle

Katastrophen  Der Absturz zweier baugleicher Flugzeuge bedroht nicht nur den Boeing-Konzern. Er stürzt auch alle am Flugbetrieb beteiligten Branchen in eine Sinnkrise: Sind die 346 Toten von Indonesien und Äthiopien die Opfer mörderischer Konkurrenzkämpfe?

Geparkte 737-Max-Jets auf Boeing-Field in Seattle Es geht um nichts weniger als die Existenz des Konzerns. Lindsey Wasson / REUTERS

Ethio­pi­an Air­lines Flug 302 brauch­te am 10. März un­ge­fähr sechs Mi­nu­ten von Ad­dis Abe­ba nach Eje­re, ei­ner weit zer­sie­del­ten An­samm­lung klei­ner Bau­ern­hö­fe am Rand des ge­wal­ti­gen Hoch­lands von Abes­si­ni­en. Mit dem Auto ist die Stre­cke in drei Stun­den zu schaf­fen, die Fahrt geht erst an Roh­bau­ten ent­lang in den süd­öst­li­chen Vor­or­ten der äthio­pi­schen Haupt­stadt, dann über den ma­kel­lo­sen, sechs­spu­ri­gen Ad­dis-Ad­ama-Ex­press­way, der von Chi­ne­sen er­baut und 2014 er­öff­net wur­de. Auf hal­ber Stre­cke ist eine Aus­fahrt zu neh­men, dann ist man bald auf schma­len, stei­ni­gen Schot­ter­pis­ten un­ter­wegs, ge­ra­de breit ge­nug für ein Auto oder ein Fuhr­werk. Hier drau­ßen liegt die Stel­le des Un­glücks. Ob Tat­ort tref­fen­der wäre, ist zu er­mit­teln.

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