Zufalls­be­geg­nung

Eine Meldung und ihre Geschichte Wie eine Künstlerin einen Dieb mit einem selbst gezeichneten Phantombild überführte

Inge Förtsch ist 35 Jah­re alt und nicht be­son­ders groß, ge­schätzt 1,65 Me­ter. Ihr Ge­sicht ist eher herz­för­mig als oval, sie hat gro­ße Au­gen, die et­was eng bei­ein­an­der ste­hen. Ihre Nase ist spitz, die blon­den Haa­re sind im Na­cken zu­sam­men­ge­bun­den und vorn zum Sei­ten­schei­tel nach rechts tou­piert. Es geht um sol­che De­tails in die­sem Fall. Wenn man Inge Förtsch an­hand die­ser Be­schrei­bung zeich­nen wür­de – ob das Er­geb­nis Ähn­lich­keit mit der Frau hät­te, die auf dem Foto in der Mit­te die­ser Sei­te zu se­hen ist? Wohl kaum. Wenn man sich das Foto 20, ma­xi­mal 30 Se­kun­den an­schau­en und dann am nächs­ten Tag ein Por­trät ma­len wür­de – wäre das Er­geb­nis bes­ser? Un­wahr­schein­lich, zu­min­dest in den meis­ten Fäl­len.

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