Abdull versus Europa

Migration  Ein 21-jähriger Marokkaner, kriminell und bereits zweimal abgeschoben, will zurück nach Deutschland. Er sagt: Ich schaffe das schon. Vermutlich hat er recht.
Von Katrin Elger

Nord­afri­ka­ner S.: Be­reit, al­les zu ris­kie­ren

Als der SPIEGEL vor zwei Jah­ren das ers­te Mal mit Ab­dull S. sprach, saß der Ma­rok­ka­ner ge­ra­de sei­ne Ju­gend­stra­fe we­gen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung im rhein­land-pfäl­zi­schen Witt­lich ab. Auf die Fra­ge, wie es mit sei­nem Le­ben wei­ter­ge­hen sol­le, wenn er ab­ge­scho­ben wer­de, ant­wor­te­te er: »Ich kom­me ein­fach wie­der zu­rück.« Kei­ne drei Mo­na­te nach der Ab­schie­bung im De­zem­ber 2017 schick­te er eine E-Mail: »Ich möch­te ih­nen mit­tei­len, dass ich wie­der in deutsch­land bin. Mit freund­li­chen Grü­ßen Ab­dull.« Ein Jahr spä­ter schob ihn die lu­xem­bur­gi­sche Po­li­zei nach ei­nem Aus­flug in das Groß­her­zog­tum er­neut ab. Wie­der mel­de­te er sich, die­ses Mal aus Ma­rok­ko, er pla­ne sei­ne nächs­te il­le­ga­le Ein­rei­se. Er schrieb: »Für mich ist Leicht nach Deutsch­land zu kom­men.«

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