Haus­mit­tei­lung

Wu, Zand in der Wüs­te Gobi

Im Wes­ten spie­len Rea­li­ty­shows im Con­tai­ner oder im Dschun­gel, in Chi­na spielt zur­zeit eine auf dem Mars – oder zu­min­dest an ei­nem Film­set, das ei­ner zu­künf­ti­gen Sta­ti­on auf dem Ro­ten Pla­ne­ten ziem­lich ähn­lich sieht. Als Chi­na­kor­re­spon­dent Bern­hard Zand und SPIEGEL-Mit­ar­bei­te­rin Wu Dan­dan für ihre Re­cher­che bei ei­nem »Welt­raum­park« in der Wüs­te Gobi ein­tra­fen, bot ih­nen das Film­team an, zur Pro­be in ei­nen der Mars-An­zü­ge zu schlüp­fen. Lei­der war kein Her­ren­mo­dell mehr üb­rig, so­dass nur Wu als Ta­iko­nau­tin po­sie­ren konn­te. »Die Lan­dung ei­ner chi­ne­si­schen Raum­son­de auf dem Mond An­fang Ja­nu­ar hat eine neue Wel­le der Raum­fahrt­be­geis­te­rung aus­ge­löst«, sagt Zand. »Pe­king zieht nicht nur auf Er­den, son­dern all­mäh­lich auch im Welt­all mit den USA gleich.« zum Ar­ti­kel

In der Wo­che vor Weih­nach­ten schrieb der US-Bot­schaf­ter in Ber­lin ei­nen Brief an den SPIEGEL. Zu Recht em­pör­te sich Ri­chard Gren­ell über den Fäl­schungs­fall Re­lo­ti­us. Dar­über hin­aus warf er dem SPIEGEL An­ti­ame­ri­ka­nis­mus vor. Lei­der sei es »beim SPIEGEL gang und gäbe«, schrieb er, »dass die Jour­na­lis­ten uns nicht ein­mal an­ru­fen, be­vor sie mit dem Schrei­ben be­gin­nen«. Es ist ein Vor­wurf, den SPIEGEL-Au­tor Kon­stan­tin von Ham­mer­stein für sich nicht gel­ten lässt. Schon Wo­chen vor dem Brief bat er bei der ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaft um ein Ge­spräch mit Gren­ell. Ver­ge­bens. Am Don­ners­tag schick­te die Bot­schaft auf sie­ben kon­kre­te Fra­gen eine pau­scha­le Ant­wort und be­schul­dig­te Ham­mer­stein, er be­nut­ze die »glei­che Tak­tik wie Claas Re­lo­ti­us«. Ham­mer­steins Ge­schich­te über die zu­neh­men­de po­li­ti­sche Iso­lie­rung des Bot­schaf­ters be­ruht nun auf Ge­sprä­chen mit mehr als 30 In­for­man­ten, die Gren­ell seit des­sen Amts­an­tritt er­lebt ha­ben. »Gren­ell hat of­fen­bar von sei­nem Vor­bild Do­nald Trump ge­lernt«, glaubt Ham­mer­stein, »er will die Be­richt­er­stat­tung über sei­ne Per­son schon ein­mal vor­sorg­lich dis­kre­di­tie­ren.« zum Ar­ti­kel

Kra­wi­eli­cki, Piltz in Port Lou­is

Als »Im­ma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be« zeich­net die Unesco Tän­ze, Fes­te, Brauch­tü­mer und Ri­tua­le aus. Auch in Deutsch­land. SPIEGEL-Re­dak­teur Chris­to­pher Piltz woll­te wis­sen, wie die Or­ga­ni­sa­ti­on da­bei vor­geht: Zie­hen da Wis­sen­schaft­ler durchs Land, tan­zen mit Trach­ten­grup­pen und pro­bie­ren deut­sche Brot­sor­ten? Die Re­cher­che führ­te Piltz von Fries­land bis nach Mau­ri­ti­us, wo er auch mit Ste­fan Kra­wi­eli­cki, Bot­schaf­ter Deutsch­lands bei der Unesco, sprach. Am häu­figs­ten aber be­kam er Schreib­ti­sche zu se­hen: »Für den Kul­tur­er­be­an­trag müs­sen et­li­che Sei­ten For­mu­lar aus­ge­füllt und Gut­ach­ten ge­schrie­ben wer­den«, so Piltz. Ein bü­ro­kra­ti­scher Wahn­sinn. Der am Ende aber viel er­zählt über die Kul­tur Deutsch­lands. »Viel­leicht wird ja so­gar ei­nes Ta­ges die Bü­ro­kra­tie Kul­tur­er­be.« zum Ar­ti­kel

Tier­ver­su­che sind um­strit­ten: Mäu­se, Ka­nin­chen und an­de­re Tie­re wer­den in La­bors ge­hal­ten, Tests un­ter­zo­gen und ge­tö­tet. Wis­sen­schaft­ler set­zen die Tie­re etwa ein, um Me­di­ka­men­te zu ent­wi­ckeln. Doch muss das über­haupt sein? »Dein SPIEGEL«, das Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der, hat für sei­ne neue Ti­tel­ge­schich­te ein La­bor be­sucht. Au­ßer­dem im Heft: ein Be­such in ei­ner Werk­statt für Flug­zeu­ge und ein In­ter­view mit Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter An­dre­as Scheu­er. Die Aus­ga­be liegt ab Diens­tag am Ki­osk.