Per­so­na­lien

Noch mehr Theater

• Die bri­ti­sche Kö­ni­gin Eliz­a­beth II., 92, über­gibt ihre Rol­le als Schirm­her­rin für das Lon­do­ner Na­tio­nal Thea­t­re an Meg­han, 37, Her­zo­gin von Sus­sex. Wohl­mei­nen­de Be­ob­ach­ter se­hen dar­in Zei­chen des wach­sen­den Ver­trau­ens der Queen in die Ehe­frau ih­res an­geb­li­chen Lieb­lings­en­kels. Her­zo­gin Meg­han sorg­te seit der Hoch­zeit vor acht Mo­na­ten im­mer wie­der für hoch­ge­zo­ge­ne Au­gen­brau­en, weil sie sich nicht kö­nig­lich ge­nug be­nom­men hat­te, zum Bei­spiel als sie eine Au­to­tür selbst­stän­dig schloss. Meg­hans neu­er Job wird als be­son­ders pas­send er­ach­tet, da sie vor ih­rem Le­ben als Her­zo­gin Schau­spie­le­rin war. Die ge­bür­ti­ge US-Ame­ri­ka­ne­rin soll un­ter an­de­rem die Kon­tak­te zu ei­ner Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on in New York pfle­gen, die Spen­den­gel­der für das Na­tio­nal Thea­t­re sam­melt. Dem ewi­gen Ver­gleich mit ih­rer Schwä­ge­rin Kate ent­geht Meg­han auch in die­sem Fall nicht. Die habe be­reits sechs Mo­na­te nach der Hoch­zeit die ers­te Schirm­herr­schaft von der Queen über­tra­gen be­kom­men, Meg­han habe zwei Mo­na­te län­ger war­ten müs­sen, no­tiert »Har­per's Ba­zaar«.

Geld für gute Taten

• Die bri­ti­sche Best­sel­ler­au­to­rin und Mil­lio­nä­rin Jojo Mo­yes, 49 (»Ein gan­zes hal­bes Jahr«), för­dert mit ei­ner Spen­de von 120 000 Pfund die Pu­bli­ka­ti­on von Bü­chern für Er­wach­se­ne mit Le­se­schwä­che. In Groß­bri­tan­ni­en le­ben schät­zungs­wei­se 5,1 Mil­lio­nen so­ge­nann­te funk­tio­na­le An­alpha­be­ten. Die­se Men­schen sind, was ihre Le­se­kom­pe­tenz be­trifft, auf dem Le­vel Elf­jäh­ri­ger oder noch Jün­ge­rer ste­hen­ge­blie­ben; sie kön­nen nur ein­fachs­te Tex­te, man­che so­gar nur Wör­ter oder Sät­ze, ver­ste­hen. Mit ih­rer Spen­de un­ter­stützt Mo­yes die bri­ti­sche Ver­le­ge­rin Gail Re­buck, die seit 2005 mit Spon­so­ren­gel­dern Bü­cher in Ein­fa­cher Spra­che ver­öf­fent­licht. Mo­yes kün­dig­te an, auch in den kom­men­den drei Jah­ren das Pro­gramm zu fi­nan­zie­ren. Manch­mal sei es eben not­wen­dig, sagt sie, Wor­ten Ta­ten fol­gen zu las­sen. In Deutsch­land gibt es etwa 7,5 Mil­lio­nen funk­tio­na­le An­alpha­be­ten.

Alles außer Bullshit

• Hol­ly­wood­star Hugh Jack­man, 50, scheint ge­wis­se Zwei­fel zu ha­ben, ob sich Schau­spie­ler für hö­he­re Ämter eig­nen. »Mich in­ter­es­siert Po­li­tik«, sag­te der Aus­tra­li­er zur bri­ti­schen Film­web­site Screen­dai­ly. »Ko­chen in­ter­es­siert mich sehr, aber des­halb wer­de ich nicht Chef­koch.« Es rei­che nicht, pro­fi­liert zu sein, als Po­li­ti­ker brau­che man Er­fah­rung. Nun ist Jack­man im Ki­no­film »Der Spit­zen­kan­di­dat« in der Rol­le des ehe­ma­li­gen US-Se­na­tors Gary Hart zu se­hen, der 1988 Prä­si­dent wer­den woll­te und über eine mut­maß­li­che au­ßer­ehe­li­che Af­fä­re stol­per­te. Jack­man glaubt, dass der Fall Hart ein Schlüs­sel­mo­ment ge­we­sen sei – im Um­gang mit dem Pri­vat­le­ben von Po­li­ti­kern. In dem von Ja­son Reit­man in­sze­nier­ten Film spielt er Hart, da­mals ein Hoff­nungs­trä­ger der De­mo­kra­ti­schen Par­tei, mit Wür­de, Stolz und Starr­sinn. Heu­te sei­en die Bür­ger ge­gen­über ih­ren Po­li­ti­kern groß­zü­gi­ger, sag­te Jack­man. »Wenn du er­zählst, dass du frü­her mal Joints ge­raucht hast, sa­gen sich vie­le: ›Was sol­l's?‹ Wenn du ein­räumst, dass du Ehe­pro­ble­me hast, den­ken sie: ›Wer hat die nicht?‹ Nur ei­nes soll­test du dir als Po­li­ti­ker nicht er­lau­ben: den Leu­ten Bull­s­hit er­zäh­len.«

Teure Trennung

• Schrift­stel­le­rei ist üb­li­cher­wei­se kein son­der­lich gut be­zahl­ter Be­ruf. In­so­fern war die von Kri­ti­kern ge­lob­te Ro­man­au­to­rin Ma­cKen­zie Be­zos, 48, schon lan­ge in ei­ner kom­for­ta­blen Lage: Ihr Gat­te, Ama­zon-Grün­der Jeff Be­zos, 55, gilt mit ei­nem ge­schätz­ten Ver­mö­gen von 137 Mil­li­ar­den Dol­lar als reichs­ter Mann der Welt. Jetzt will sich das Paar nach 25-jäh­ri­ger Ehe schei­den las­sen. Man wol­le ein­an­der eng ver­bun­den blei­ben, er­klär­ten die bei­den, was nach ei­ner fried­li­chen Tren­nung klingt, wie sie un­ter US-Pro­mi­nen­ten zum gu­ten Ton ge­hört. Den­noch spe­ku­lie­ren Klatsch­blät­ter eben­so wie se­riö­se Wirt­schafts­me­di­en nun über die fi­nan­zi­el­len Fol­gen. Im Bun­des­staat Wa­shing­ton, dem Wohn­ort der Fa­mi­lie, wird das wäh­rend der Ehe an­ge­häuf­te Ver­mö­gen hälf­tig ge­teilt. Es sei denn, es exis­tiert ein Ehe­ver­trag. Ob die bei­den eine sol­che Ver­ein­ba­rung ge­schlos­sen ha­ben, ist un­be­kannt. Soll­te Ma­cKen­zie Be­zos die Hälf­te des Ver­mö­gens be­kom­men, wür­de sie auf ei­nen Schlag zur reichs­ten Frau der Welt. Noch­gat­te Jeff stün­de im »For­bes«-Ran­king nur noch auf Platz vier.

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