In­stal­la­ti­on im Jü­di­schen Mu­se­um Ber­lin: Die Räu­me sol­len Ge­füh­le aus­lö­sen

Die Kunst, Fehler zu machen

Symbole  Das Jüdische Museum Berlin steckt in einer tiefen Krise. Es steht ohne Leitung da und auch ohne verbindende Idee. Eine Kommission soll nun einen neuen Direktor finden – sie wird auch klären müssen, was für ein Haus da eigentlich geführt werden soll.
Von Susanne Beyer

Es ist ein spek­ta­ku­lä­rer Ab­sturz. Und dass das Jü­di­sche Mu­se­um nach wie vor die Be­su­cher­mas­sen an­zieht, dass es ein wich­ti­ger Teil der Selbst­dar­stel­lung der Ber­li­ner Re­pu­blik ist und in ei­nem der be­mer­kens­wer­tes­ten Neu­bau­ten der Haupt­stadt glänzt, macht ihn nur umso dra­ma­ti­scher. Als der Mu­se­ums­neu­bau 1999 ge­öff­net wur­de, in der Zeit, die ei­ner der Ge­sprächs­part­ner hier »Stein­zeit« nen­nen wird, war es noch leer, eine er­staun­li­che Hül­le, über die je­der sprach, der sich für Deutsch­land, für Ber­lin, für Ge­schich­te, für Ar­chi­tek­tur in­ter­es­sier­te. Und viel­leicht liegt in die­ser Lee­re der An­fangs­zeit der Grund für den phä­no­me­na­len Er­folg die­ses Mu­se­ums – und für das phä­no­me­na­le Schei­tern heu­te.

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