»Ich weine oft unter meinem Niveau«

SPIEGEL-Gespräch  Günter Rohrbach hat in den Siebzigern beim WDR Fernsehgeschichte geschrieben und später für die Bavaria Filmklassiker wie »Das Boot« oder »Schtonk!« produziert. Er hat viel zu erzählen, über sein Leben, wahnsinnige Genies und deutsche Schuld.

Kaum je­mand hat das deut­sche Fern­se­hen so nach­hal­tig ge­prägt wie Rohr­bach, 90. Als Lei­ter des WDR-Fern­seh­spiels ver­ant­wor­te­te er die ers­te deut­sche Sit­com (»Ein Herz und eine See­le«), die ers­te deut­sche Talk­show (»Je spä­ter der Abend«) und den ers­ten »Tat­ort«, au­ßer­dem Sen­dun­gen wie Rudi Car­rells »Am lau­fen­den Band« oder die Come­dy­show »Klim­bim«. Über das »Mil­lio­nen­spiel« und »Smog« em­pör­te sich die Na­ti­on. Er ar­bei­te­te mit Rai­ner Wer­ner Fass­bin­der und Ed­gar Reitz zu­sam­men, mit Wim Wen­ders, Pe­ter Za­dek, Vol­ker Schlön­dorff und Wolf­gang Pe­ter­sen. 1978 hol­te er die US-Se­rie »Ho­lo­caust – Die Ge­schich­te der Fa­mi­lie Weiss« nach Deutsch­land, ein Jahr spä­ter wech­sel­te er als Ge­schäfts­füh­rer zur Ba­va­ria Film nach Mün­chen, wo er Ki­no­er­fol­ge wie »Das Boot« oder »Schtonk!« schuf. 1994 wur­de Rohr­bach frei­er Pro­du­zent (»Aimée und Ja­gu­ar«, »Ho­tel Lux«). Rohr­bach wur­de 1928 in Neun­kir­chen im Saar­land ge­bo­ren. Das Ge­spräch fand in Mün­chen statt, wo er lebt.

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