ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Ku­len­kampff
Bundestagswahl

Prominente Streitmacht

Dreieinhalb Monate vor den Bundestagswahlen glaubte kaum jemand an eine Kanzlerschaft des SPD-Kandidaten Willy Brandt. Doch die Sozialdemokraten konnten auf breite Unterstützung der Kulturschaffenden setzen.

»Ich wäre doch ein Arsch­loch, wenn ich für die Gro­ße Ko­ali­ti­on wer­ben wür­de«, hat­te Hans-Joa­chim Ku­len­kampff noch ein gu­tes hal­bes Jahr zu­vor das An­sin­nen des Bun­des­pres­se­amts zu­rück­ge­wie­sen, für 70 000 Mark Ho­no­rar in Zei­tungs­an­zei­gen für die Gro­ße Ko­ali­ti­on zu wer­ben. Deutsch­lands be­lieb­tes­ter Fern­se­henter­tai­ner (»Ei­ner wird ge­win­nen«) wünsch­te sich Wil­ly Brandt als Kanz­ler. Da­für warb er nun kos­ten­los. »Im Ge­gen­satz zu den al­ler­meis­ten Bon­ner Po­li­ti­kern glaubt Brandt sel­ber das meis­te von dem, was er sagt«, be­grün­de­te er sein En­ga­ge­ment.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 25/2019.