Haus­mit­tei­lung

Schmitt, Dah­l­kamp, Latsch

Vor elf Jah­ren schrieb SPIEGEL-Re­por­ter Jür­gen Dah­l­kamp eine Ti­tel­ge­schich­te über »Die Akte Sie­mens – In­nen­an­sich­ten ei­nes kor­rup­ten Kon­zerns«. Da­mals hat­te er mit sei­nen Kol­le­gen Di­nah Deck­stein und Jörg Schmitt Ma­te­ri­al ge­sich­tet, das be­leg­te, dass der Kon­zern sys­te­ma­tisch und in al­ler Welt be­sto­chen hat­te, um an Auf­trä­ge zu kom­men. Sie­mens ver­sprach, so et­was wer­de nie wie­der pas­sie­ren. Jetzt zei­gen Dah­l­kamp, Schmitt und ihr Kol­le­ge Gun­ther Latsch, dass Sie­mens sein Ver­spre­chen wohl nicht ge­hal­ten hat. In den Ak­ten ei­nes Er­mitt­lungs­ver­fah­rens in Augs­burg fan­den sie be­schrie­ben, wie für Sie­mens-Me­di­zin­ge­rä­te in Russ­land wei­ter ge­schmiert wur­de, ge­schick­ter al­ler­dings, mit ei­nem Zwi­schen­händ­ler. We­gen ei­nes ganz ähn­li­chen Vor­ge­hens in Chi­na er­mit­telt die US-Bör­sen­auf­sicht auch ge­gen Sie­mens. »Das spricht er­neut für ein Sys­tem. Es sieht so aus, als wür­de Sie­mens nun schmie­ren las­sen«, sagt Schmitt. Zum Ar­ti­kel

Jo­nes, Wind­mann in Gel­sen­kir­chen

Im Al­ter von 4 Jah­ren stand sie das ers­te Mal auf dem Bolz­platz, mit 20 Jah­ren war sie Na­tio­nal­spie­le­rin, spä­ter DFB-Di­rek­to­rin und Bun­des­trai­ne­rin. Kaum je­mand kennt den deut­schen Frau­en­fuß­ball so gut wie Stef­fi Jo­nes. Zum Auf­takt der Frau­en-WM in Frank­reich sprach sie mit SPIEGEL-Re­dak­teu­rin Ant­je Wind­mann über die Ent­wick­lung ih­res Sports, feh­len­de Gleich­be­rech­ti­gung und war­um sie, die mit ei­ner Frau ver­hei­ra­tet ist, je­den Fuß­bal­ler ver­steht, der sich nicht als schwul ou­ten möch­te. Jo­nes trug zum In­ter­view de­zen­ten Schmuck und Make-up. »Nor­ma­ler­wei­se lau­fe ich ja eher im Jog­ging­an­zug rum«, sagt Jo­nes. »Aber an ei­nem Tag in der Wo­che ge­hen mei­ne Frau und ich ge­mein­sam aus. Nicht, dass Sie den­ken, ich hät­te mich ex­tra für den SPIEGEL auf­ge­bre­zelt.« Zum Ar­ti­kel

Buse in Chem­nitz

Seit Au­gust des ver­gan­ge­nen Jah­res, seit dem Auf­marsch von Rechts­ra­di­ka­len in der Stadt, gilt Chem­nitz als ein Ort, in dem die Rech­ten vie­les ma­chen kön­nen, was sie ma­chen wol­len. Da pass­te es ins Bild, dass An­fang März im Sta­di­on des Chem­nit­zer FC ei­nes stadt­be­kann­ten Neo­na­zis ge­dacht wur­de, und das nicht nur von Fans. Auch der Ver­ein schien den To­ten zu eh­ren, da­nach sah es zu­min­dest aus. In Wahr­heit aber war der Klub un­ter Druck ge­setzt wor­den. Wie zu viel Prag­ma­tis­mus in Chem­nitz zum Kon­troll­ver­lust führ­te, be­schreibt SPIEGEL-Re­por­ter Uwe Buse in die­sem Ar­ti­kel.

Wasch­bä­ren sind nied­lich, aber ihr na­tür­li­cher Le­bens­raum ist nicht der Gar­ten ei­nes Ein­fa­mi­li­en­hau­ses. Trotz­dem kom­men Wasch­bä­ren und an­de­re Wild­tie­re den Men­schen nä­her: Sie drin­gen in Gär­ten ein, plün­dern Müll­ton­nen. Da­für än­dern die Tie­re Ge­wohn­hei­ten und so­gar ih­ren Kör­per­bau. War­um das so ist, steht in der Ti­tel­ge­schich­te von »Dein SPIEGEL«, dem Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der. Au­ßer­dem im Heft: Der Rewe-Chef Lio­nel Sou­que er­klärt, war­um Bio­le­bens­mit­tel mehr kos­ten als an­de­re. »Dein SPIEGEL« er­scheint am Diens­tag.