Gemeinsam zur Urne

Die Augenzeugin In Bremen gaben bei der vergangenen Bürgerschaftswahl im Mai 2015 nur 50 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Lisa Peyer, 35, arbeitet bei der Landeszentrale für politische Bildung als Referentin für Wahlbeteiligung. In den Tagen vor der Wahl klingelte sie an Hunderten Türen, um Menschen zu motivieren, wählen zu gehen.

• »In den USA ist der Häu­ser­wahl­kampf viel ver­brei­te­ter als bei uns. Dort zie­hen nicht nur Par­tei­an­hän­ger von Tür zu Tür, son­dern auch Men­schen, die an­de­re ein­fach zum Wäh­len ani­mie­ren wol­len. Dort mo­bi­li­sie­ren An­woh­ner ihre Nach­bar­schaft. Da­von sind wir weit ent­fernt. Aber wir über­le­gen, wie wir an ei­nen sol­chen Punkt kom­men. Mit un­se­rem Pi­lot­pro­jekt ›Wahls­couts‹ ver­su­chen wir es. In den ver­gan­ge­nen Wo­chen bin ich mit ei­nem Kol­le­gen von Haus­tür zu Haus­tür ge­lau­fen. Im­mer ab 17 Uhr, im­mer für drei Stun­den, im Stadt­teil Grö­pe­lin­gen. Dort gin­gen vor vier Jah­ren le­dig­lich 37 Pro­zent der Be­rech­tig­ten wäh­len. An je­der zwei­ten Tür wur­de uns ge­öff­net – das war die ers­te Über­ra­schung. Die zwei­te: Vie­le Men­schen ka­men so­fort mit uns ins Ge­spräch. Si­cher­lich auch, weil wir von kei­ner Par­tei wa­ren.

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