Elke Schmit­ter Bes­ser weiß ich es nicht

End­lich, viel­leicht

Im Deut­schen gibt es ja die tröst­li­che Ein­rich­tung des Fu­turs II, da­mit kann man ei­nen Ge­dan­ken fas­sen wie: Es wird gut ge­we­sen sein, so ge­han­delt zu ha­ben. Die­se stum­me Be­schwö­rung ver­bin­det ver­mut­lich all jene Par­tei­en, die für sich in Eu­ro­pa ge­wor­ben ha­ben – in­zwi­schen hat so­gar die AfD aus wahl­tak­ti­schen Grün­den ihr Nein zur EU aus dem Wahl-O-Ma­ten ge­tilgt. Das Bild, das in der Wahl­wer­bung von Eu­ro­pa ge­zeich­net wird, ist gleich­wohl ver­wir­rend: Wir schei­nen es zu brau­chen, es uns aber auch. Es gibt uns Stär­ke, be­nö­tigt aber un­se­re Kraft. Wie eine im­po­nie­ren­de Wand, an die man sich bes­ser nicht lehnt, denn un­ter dem pracht­vol­len Putz ist der Mör­tel po­rös.

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