Kulinarische Botschaft

In jeder Ausgabe von S präsentiert ein Koch sein Lieblingsgericht der Saison: diesmal Tautvilas Rimselis vom litauischen Restaurant »Teigtasche« in Hamburg. Seine Spezialitäten sollen auch zur Völkerverständigung beitragen.

Teig­ta­schen schme­cken nach Hei­mat und er­in­nern mich an die Kind­heit bei den Groß­el­tern. Egal ob sie mit Fisch, Fleisch oder Ge­mü­se ge­füllt, frit­tiert oder ge­kocht auf den Tel­ler kom­men. Bei uns in Li­tau­en ste­hen sie mehr­mals in der Wo­che auf dem Spei­se­plan. Na­tür­lich fast im­mer selbst ge­macht. Die Men­schen neh­men sich mehr Zeit zum Ko­chen. Nicht al­les nur schnell, schnell, schnell wie etwa in Deutsch­land. Die Teig­ta­schen-Zu­be­rei­tung ist ein­fach, nur aufs Ti­ming muss man ach­ten. Die Teig­ta­schen soll­ten nicht zu heiß sein und dür­fen nicht zu lan­ge ko­chen, sonst zer­fal­len sie. Am auf­wen­digs­ten ist die Fül­lung, und aus­ge­rech­net mei­ne ak­tu­el­le Lieb­lings­va­ri­an­te er­for­dert et­was Ge­schick. Es ist nicht ganz ein­fach, bei der Ro­ten Bete die rich­ti­ge Far­be zu tref­fen und vor al­lem die per­fek­te Kon­sis­tenz zu er­zie­len. Aber was heißt schon per­fekt? Pro­bie­ren Sie es aus! Mein Ziel je­den­falls ist es, die li­taui­sche Kul­tur in die Welt zu tra­gen. Viel­leicht brin­ge ich mei­ne deut­schen Gäs­te ja auf die Idee, mal nach Li­tau­en zu rei­sen.

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