Unschöne neue Welt

Brexit, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit: Die Idee eines einigen, freien Europas gerät an ihre Grenzen. Vor allem den Millennials, die am meisten von den Errungenschaften der EU profitieren, macht das Angst. Das hat viele von ihnen zum Umdenken gebracht - zum Beispiel die junge slowakische Künstlerin Tereza Cervenová.

Die Idee für mein Pro­jekt »June« ent­stand im Früh­ling vor drei Jah­ren, als in der Slo­wa­kei - dem Land, in dem ich we­ni­ge Jah­re nach dem Ende des Kom­mu­nis­mus ge­bo­ren wur­de - die Rechts­ex­tre­mis­ten ins Par­la­ment ge­wählt wur­den. In vie­len west­li­chen De­mo­kra­ti­en wur­de da­mals der Rechts­ruck un­über­seh­bar, es war be­ängs­ti­gend. Die po­li­ti­sche Un­zu­frie­den­heit zeig­te sich auch bei zwei an­de­ren gro­ßen Ab­stim­mun­gen in je­nem Jahr: dem Brex­it-Re­fe­ren­dum auf der an­de­ren Sei­te des Ka­nals im Som­mer und der Prä­si­den­ten­wahl auf der an­de­ren Sei­te des At­lan­tiks im Herbst. Da­mals war mir noch nicht klar, was für eine Be­deu­tung die­se Er­eig­nis­se für mei­ne Ar­beit als Künst­le­rin ha­ben wür­den, aber ich spür­te so­fort, wie wich­tig sie für mich als In­di­vi­du­um und Bür­ge­rin wa­ren.

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