Über den Tellerrand

Ausstellungen   Ist Essen Kunst? Oder viel mehr? Das Londoner Victoria and Albert Museum wagt einen Zickzacklauf zwischen seltsamen Objekten und globalen Zusammenhängen.

»Food«-Aus­stel­lungs­ob­jekt

Alle Mu­se­en sind Orte der Men­schen­er­zie­hung, die­ses hier be­son­ders. Als das ehr­wür­di­ge Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­um in Lon­don noch South Ken­sing­ton Mu­se­um hieß, in den Fünf­zi­ger­jah­ren des 19. Jahr­hun­derts, hat sich ein ex­zen­tri­scher Wis­sen­schaft­ler na­mens Frank Buck­land hier um die Tisch­sit­ten der Bri­ten ver­dient ge­macht. Buck­land rich­te­te ein ei­ge­nes Le­bens­mit­tel­mu­se­um ein, prä­sen­tier­te in ge­ruchs­dich­ten Schau­käs­ten Spei­sen aus den ent­le­ge­ne­ren Win­keln der Welt und be­lehr­te das Pu­bli­kum über ge­sun­de Er­näh­rung und den kor­rek­ten Um­gang mit Mes­ser und Ga­bel – mit dem von der Ob­rig­keit ge­wünsch­ten Ef­fekt, dass die vik­to­ria­ni­schen Mu­se­ums­be­su­cher künf­tig als »ef­fi­zi­en­te Zahn­rä­der in der ge­wal­ti­gen bri­ti­schen In­dus­trie­ma­schi­ne­rie« funk­tio­nier­ten, wie nun im Ka­ta­log zur jüngs­ten Aus­stel­lung des Vic­to­ria and Al­bert Mu­se­ums zu le­sen ist.

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