Offene Wunde

Eine Meldung und ihre Geschichte Warum einem schwarzen US-Amerikaner beim Anblick eines Pflasters die Tränen kamen

Am Abend des 15. April ver­letz­te sich der US-Ame­ri­ka­ner Do­mi­ni­que Apol­lon bei dem Ver­such, eine Pa­ckung Va­nil­le­eis mit ei­nem Löf­fel­stiel zu öff­nen, an dem klei­nen Fin­ger sei­ner rech­ten Hand. Die Wun­de war nicht lang, aber tief. Apol­lon ver­sorg­te sie mit ei­nem Pflas­ter des Her­stel­lers John­son & John­son, trans­pa­ren­te Kle­be­flä­che, wei­ße Wat­tie­rung in der Mit­te. »Tol­le Pro­duk­te«, sagt Apol­lon am Te­le­fon, »han­dels­üb­lich in den USA.« Do­mi­ni­que Apol­lons Haut ist dun­kel, sein Va­ter stammt aus Hai­ti. Das wei­ße Pflas­ter fiel an sei­nem Fin­ger auf, weil der Kon­trast zu sei­ner Haut­far­be so groß war.

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