Elke Schmit­ter Bes­ser weiß ich es nicht

Wie es ist

Als ich noch stu­dier­te, habe ich mit ein paar Freun­den Fe­ri­en mit Be­hin­der­ten ge­macht. So hieß das da­mals, heu­te sagt man: »Men­schen mit Be­hin­de­run­gen«. Es war ein ziem­lich wil­des Un­ter­neh­men, das heu­te ganz aus­ge­schlos­sen wäre: etwa zehn jun­ge Men­schen mit ei­ner gleich gro­ßen Grup­pe von Kin­dern, die ei­nen ohne Aus­bil­dung, die an­de­ren mit Be­son­der­hei­ten phy­si­scher und psy­chi­scher Art; wir knall­ten da auf­ein­an­der, in ei­nem ab­ge­le­ge­nen Haus im Baye­ri­schen Wald, ver­sorg­ten uns selbst und mach­ten Aus­flü­ge. Ei­ner führ­te zu ei­nem Schloss des wahn­sin­ni­gen Lud­wig II., und als wir den Spie­gel­saal be­tra­ten, in dem böh­mi­sches Glas aus meh­re­ren Jahr­hun­der­ten aus­ge­stellt war, nahm ich mei­nen Schütz­ling an die Hand und ging mit ihm in den Gar­ten, denn Glas und Licht­re­fle­xe, die mach­ten ihn ziem­lich ner­vös, und er warf auch gern et­was auf den Bo­den, um es zer­schel­len zu se­hen.

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