Im Zei­chen der Speck­blume

Ortstermin  In Frankfurt schlachtern deutsche Nachwuchsmetzger bei der Europameisterschaft der Fleischerjugend um die Wette.

Am Sonn­abend, 4. Mai, Punkt 9.30 Uhr, er­öff­net Jean-Ma­rie Os­wald, Prä­si­dent des In­ter­na­tio­na­len Metz­ger­meis­ter­ver­ban­des, »drei, zwei, eins, los!«, die Eu­ro­pa­meis­ter­schaft der Flei­scher­ju­gend. Für die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft star­ten Ra­pha­el Busch­mann und Ma­nu­el Kirch­hoff, Jahr­gang 1995 und 1997. Sie tra­gen rote Hem­den, auf de­nen der Bun­des­ad­ler prangt. Busch­mann, Deutsch­lands bes­ter Jung­flei­scher 2017, rollt Brät von Ol­den­bur­ger Pin­kel und Koch­wurst auf Kar­tof­fel­mehl­teig aus, eine Grün­kohl­pas­te­te soll das wer­den. In sechs Dis­zi­pli­nen gilt es, Fleisch mit Mes­sern, Sä­gen und Bei­len zu kü­chen­fer­ti­gen Pro­duk­ten zu ver­ar­bei­ten. Da­bei geht es um mehr als nur um den Ti­tel des Eu­ro­pa­meis­ters. Das Flei­scher­hand­werk scheint zu ster­ben. Eu­ro­pa­weit man­gelt es den Metz­gern an Nach­wuchs, be­son­ders in Deutsch­land, wo in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren laut Zen­tral­ver­band des Deut­schen Hand­werks je­der drit­te Be­trieb schlie­ßen muss­te. Der Ti­tel ver­spricht Pres­ti­ge und fri­schen Zu­lauf: Die Jung­flei­scher schlach­tern hier um ihre Zu­kunft.

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