Ist er wirklich tot?

Lebensaufgaben  Gabriel Bach war Ankläger, als dem Holocaust-Organisator Adolf Eichmann in Israel der Prozess gemacht wurde. Seit 58 Jahren erzählt er der Welt dessen Geschichte – weil er glaubt, dass sie nie zu Ende ist.
Von Alexander Osang

An­ge­klag­ter Eich­mann vor Ge­richt in Je­ru­sa­lem 1961: Gna­den­lo­se, zu­ver­läs­si­ge deut­sche Ver­nich­tungs­ma­schi­ne

Gab­ri­el Bach fin­det sein Auto nicht. Er läuft vor dem Amts­sitz des is­rae­li­schen Staats­prä­si­den­ten auf und ab, Bach wohnt um die Ecke. Er parkt oft vorm Prä­si­den­ten­pa­last, denn da ist Platz. Er fährt ei­nen Vol­vo, ei­nen klei­nen, er ken­ne die ers­ten zwei Buch­sta­ben sei­nes Num­mern­schilds, sagt er und die letz­ten bei­den Zah­len. 31. Er mur­melt das vor sich hin, den Au­to­schlüs­sel in der Hand. Er ist 92 Jah­re alt und wirkt in die­sem Mo­ment wie ein Mann sei­nes Al­ters.

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