Haus­mit­tei­lung

Im Sep­tem­ber 2010 ver­öf­fent­lich­te der SPIEGEL die Ti­tel­ge­schich­te »Der teu­re Traum von der sau­be­ren En­er­gie« (38/​2010). Wirt­schafts­re­dak­teur Alex­an­der Jung war da­mals der Haupt­au­tor des Ar­ti­kels, der sich auf die po­ten­zi­el­len Kos­ten der Ver­sor­gung mit nach­hal­ti­ger En­er­gie kon­zen­trier­te. In der ak­tu­el­len Ti­tel­ge­schich­te ana­ly­siert Jung ge­mein­sam mit den Kol­le­gen Frank Doh­men, Ste­fan Schultz und Ge­rald Trau­fet­ter, war­um das Pres­ti­ge­pro­jekt der Bun­des­re­gie­rung am Ver­sa­gen der Po­li­tik zu schei­tern droht. »Vie­le Be­fürch­tun­gen, die wir da­mals ge­äu­ßert ha­ben, sind so ein­ge­tre­ten«, sagt Jung, »die En­er­gie­wen­de ist ein teu­res und an­stren­gen­des Un­ter­fan­gen.« zum Ar­ti­kel

Kar­ram, Goos, Howe

Fast 900 000 Asyl­su­chen­de ka­men im Jahr 2015 nach Deutsch­land, vie­le da­von aus Sy­ri­en. Um ei­nen von ih­nen küm­mert sich seit­dem der Ham­bur­ger Horst von Howe, 69: Für Fadi Kar­ram, 28, er­le­digt er den auf­wen­di­gen Pa­pier­kram, be­glei­tet ihn zu Be­hör­den­ter­mi­nen, hilft ihm bei der Woh­nungs­su­che. SPIEGEL-Re­dak­teur Hau­ke Goos traf die bei­den im Ok­to­ber 2015 zum ers­ten Mal, als er für eine Ge­schich­te über die Neu­an­kömm­lin­ge re­cher­chier­te. Jetzt, drei­ein­halb Jah­re spä­ter, woll­te er von den bei­den Män­nern wis­sen, was sie über­ein­an­der ge­lernt ha­ben – und von­ein­an­der. Wie sieht Fadi Kar­ram Deutsch­land? Und wie sieht Horst von Howe die Be­mü­hun­gen Kar­rams, in Deutsch­land hei­misch zu wer­den? Ihre Be­zie­hung sei »eine Art deutsch-sy­ri­scher Kul­tur­aus­tausch«, sagt Goos. Be­rei­chernd für bei­de, aber auch kom­pli­ziert. zum Ar­ti­kel

Selbst an­sons­ten über­aus rechtstreue Bür­ger kom­men re­la­tiv leicht mit dem Ge­setz in Kon­flikt – wenn es um Ge­schwin­dig­keits­über­tre­tun­gen geht. »Na­tür­lich gibt es die no­to­ri­schen Schnell­fah­rer«, sagt Diet­mar Hipp, Re­dak­teur im Deutsch­land­res­sort und selbst Ju­rist, »aber manch­mal kann ei­nen schon ein klei­ner Mo­ment der Un­acht­sam­keit teu­er zu ste­hen kom­men.« Auch Hipp hat schon öf­ter Post von der Buß­geld­be­hör­de be­kom­men. Zu­letzt wur­de er von ei­nem ES 3.0 er­wischt, aus­ge­rech­net auf ei­ner Re­cher­che­fahrt. Mit den tech­ni­schen Tü­cken sol­cher Blit­zer und den mög­li­chen recht­li­chen Fol­gen für die Au­to­fah­rer be­schäf­tigt sich Hipp in sei­ner ak­tu­el­len Ge­schich­te auf zum Ar­ti­kel.

Et­ter, Omoi­sie­fe, Kuntz

An­fang April mel­de­te sich der Fo­to­graf Da­ni­el Et­ter bei der SPIEGEL-Bild­re­dak­ti­on mit ei­ner auf­re­gen­den Nach­richt: Ihn hat­te über die Ca­ri­tas in Ita­li­en Suc­cess Omoi­sie­fe kon­tak­tiert. Die jun­ge Ni­ge­ria­ne­rin hat­te er im Au­gust 2016 in ei­nem streng be­wach­ten Flücht­lings­la­ger in Li­by­en fo­to­gra­fie­ren kön­nen. Mo­na­te­lang war die Frau ge­quält und ge­fol­tert wor­den, nun hat­te sie es doch per Boot nach Ita­li­en ge­schafft. Sie hat­te das SPIEGEL-Foto von sich und ei­ner Mit­ge­fan­ge­nen ent­deckt, für das Fo­to­graf Et­ter 2017 mit dem World Press Pho­to Award in der Ka­te­go­rie Zeit­ge­sche­hen aus­ge­zeich­net wor­den war. Aus­lands­re­dak­teu­rin Kat­rin Kuntz sprach mit Omoi­sie­fe über ihre Lei­dens­ge­schich­te. Die Kol­le­gin Fio­na Eh­lers traf nahe der tu­ne­si­schen Gren­ze zu Li­by­en den Ak­ti­vis­ten Mi­che­lan­ge­lo Se­ver­gni­ni, der die Er­leb­nis­se von afri­ka­ni­schen Flücht­lin­gen sam­melt, in­dem er sie per Whats­App bit­tet, ihm Au­dio­mit­schnit­te und Vi­de­os von den Zu­stän­den in den La­gern zu schi­cken. »Sel­ten ha­ben mich Auf­nah­men so fas­sungs­los ge­macht wie die­se«, sagt Eh­lers. zum Ar­ti­kel