In erster Linie Lästerei

DDR-Dissidenten  Hat Wolf Biermann seinen Weggefährten Manfred Krug verunglimpft? Ja, meint dessen Sohn Daniel – und rechnet in einem offenen Brief mit dem Liedermacher ab.

Dich­ter Bier­mann (M.), Mut­ter Emma, Schau­spie­ler Krug 1967 in Ost-Ber­lin: »Be­gna­de­ter Gauk­ler«

Es war eine Zä­sur, nicht nur in der Ge­schich­te der DDR, son­dern in der Ge­schich­te der Nach­kriegs­zeit: Im No­vem­ber 1976 ließ die SED-Re­gie­rung den Lie­der­ma­cher Wolf Bier­mann nach ei­nem West­kon­zert in Köln nicht wie­der ein­rei­sen, der op­po­si­tio­nel­le Dich­ter wur­de ein­fach aus­ge­bür­gert. Die Hoff­nung auf Wan­del des real exis­tie­ren­den So­zia­lis­mus hat­te sich da­mit er­le­digt. Schrift­stel­ler wie Chris­ta Wolf, Sa­rah Kirsch, Ste­phan Herm­lin, Ste­fan Heym oder Ju­rek Be­cker setz­ten eine Pe­ti­ti­on auf, mit der sie ge­gen die »be­schlos­se­ne Maß­nah­me« des Po­lit­bü­ros pro­tes­tier­ten und ba­ten, die­se »zu über­den­ken«. Bier­mann soll­te wie­der ein­rei­sen dür­fen.

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