ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Aus­ga­be 11/​1969
Bundespräsidentenwahl

Ein Stück Machtwechsel

Im dritten Wahlgang schließlich wurde Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten gewählt, doch neben dem erfolgreichen SPD-Kandidaten gab es mindestens einen ebenbürtigen Gewinner: Walter Scheel, der seine FDP auf die Zusammenarbeit mit den Sozialdemokraten getrimmt hatte.

Bis da­hin hat­te die Klein­par­tei als nicht viel mehr als der »Wurm­fort­satz der CDU« ge­gol­ten, am Ende stimm­ten sie doch im­mer mit der Uni­on. Das lag an in­halt­li­chen Übe­rein­stim­mun­gen, aber auch dar­an, dass die Aus­sicht auf den Macht­ver­lust die Li­be­ra­len im Zwei­fels­fall ku­schen ließ. Kon­ti­nu­ier­lich ging der Stim­men­an­teil zu­rück. Selbst die Gro­ße Ko­ali­ti­on un­ter CDU-Kanz­ler Kie­sin­ger und sei­nem SPD-Vize Wil­ly Brandt be­scher­te dem »bun­ten Ge­misch aus Rechts- und Links­li­be­ra­len, Frei­den­kern, Kon­ser­va­ti­ven und Na­tio­na­len« kei­nen Auf­schwung.

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