Lasst die Kinder frei

Einwurf Wo Helikoptereltern Erfolge verbuchen – und um welchen Preis sie das tun
von Kerstin Kullmann

Der in den USA le­ben­de deut­sche Öko­nom Mat­thi­as Do­ep­ke hat kürz­lich ein Buch dar­über ge­schrie­ben, wie sich die Er­zie­hungs­sti­le von El­tern welt­weit in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten ver­än­dert ha­ben. Er stellt fest, dass in Ge­sell­schaf­ten wie in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten, in de­nen so­zia­le Un­gleich­heit zu­nimmt, mehr El­tern zu ei­nem so­ge­nann­ten in­ten­si­ven Er­zie­hungs­stil nei­gen: Sie las­sen den schu­li­schen Er­folg ih­rer Kin­der zum Maß al­ler Din­ge wer­den. Das funk­tio­niert: In Stu­di­en und Da­ten, die Do­ep­ke und sein Co-Au­tor Fa­bri­zio Zi­li­bot­ti aus­wer­te­ten, schnit­ten die Kin­der solch ehr­gei­zi­ger Müt­ter und Vä­ter in Schu­le und Uni oft bes­ser ab. El­tern in Län­dern, in de­nen der Kon­kur­renz­druck we­ni­ger groß ist, wie in Skan­di­na­vi­en, drän­gen eher auf Ko­ope­ra­ti­on und das Ar­bei­ten in Teams. Kin­der, die so er­zo­gen wer­den, nei­gen dazu, ih­rer­seits auf eine ge­rech­te­re Ge­sell­schaft hin­zu­wir­ken. He­li­ko­pter­el­tern wie­der­um, war­nen die Au­to­ren, hiel­ten ihre Kin­der da­von ab, er­wach­sen zu wer­den.

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