Deutsche Drecksarbeit

Asylpolitik  Das große Versprechen, abgelehnte Asylbewerber und straffällige Ausländer konsequent abzuschieben, bleibt leer. Migranten leiden unter Willkür, Polizisten und Verwaltungsbeamte schlagen sich Tag für Tag mit den Mängeln eines Systems herum, das im Klein-Klein des deutschen Föderalismus erstickt.

Pas­sa­gie­re beim Ab­schie­be­flug Mün­chen–Ka­bul im Au­gust 2018 mit Ti­tan Air­ways

Wenn Bun­des­po­li­zis­ten ins Er­zäh­len kom­men über ihre Ar­beit an der Front der Ab­schie­bung, kann es ge­sche­hen, dass man sich als Zu­hö­rer für die Zu­stän­de in die­sem Land zu schä­men be­ginnt. Zu ler­nen ist, dass die Be­am­ten, die im Dienst im­mer wie­der tät­lich an­ge­grif­fen, mit Blut be­spuckt und mit Fä­ka­li­en be­schmiert wer­den, eine »Ab­nut­zungs­pau­scha­le« von 1,20 Euro für ih­ren selbst ge­kauf­ten An­zug be­kom­men, den sie im Flug­zeug bei der Ab­schie­bung tra­gen sol­len. Und dass die Dienst­stel­le die Rei­ni­gung nur über­nimmt, »wenn die Klei­dung ei­ner dem Dienst zu­zu­ord­nen­den be­son­de­ren Ver­schmut­zung (Blut/​Spei­chel/​Urin) un­ter­liegt«.

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