Kürz­lich schrieb uns der Le­ser Cor­ne­li­us Blo­me aus Bonn: „Falls es in Ih­rer Re­dak­ti­on an The­men zur Se­rie ,Frü­her war al­les schlech­ter' man­geln soll­te, habe ich ei­nen Vor­schlag: Win­ter­sport­ler, die Helm tra­gen. Ich war kürz­lich wie­der in den Ber­gen und habe na­he­zu kei­ne Ski- und Snow­board­fah­rer ge­se­hen, die kei­nen Helm tru­gen. Als ich vor fast 20 Jah­ren mit dem Win­ter­sport be­gann, gab es kaum Helm­trä­ger. Ich hat­te mich mit ei­ner nor­ma­len Müt­ze be­gnügt.“ Gu­ter Vor­schlag, bes­ten Dank, Herr Blo­me! In der Tat scheint sich die Ver­nunft durch­ge­setzt zu ha­ben. Es gab eine Über­g­angs­zeit, da tru­gen nur die Kin­der Hel­me, spä­ter setz­ten sich auch die El­tern ei­nen auf. Wir ha­ben lei­der kei­ne um­fas­sen­de Sta­tis­tik zum Aus­stat­tungs­grad der deut­schen Be­völ­ke­rung fin­den kön­nen. Ein ein­drück­li­ches Zah­len­paar, das auch ein Da­tum für den Sin­nes­wan­del na­he­legt, gibt es im­mer­hin: Wäh­rend 2008 in Deutsch­land Ski­hel­me für knapp 20 Mil­lio­nen Euro ge­kauft wur­den, ga­ben die Win­ter­sport­ler im Jahr dar­auf fast 47 Mil­lio­nen für den Kopf­schutz aus. Was war ge­sche­hen? Am 1. Ja­nu­ar 2009 war Die­ter Alt­haus, da­mals Mi­nis­ter­prä­si­dent von Thü­rin­gen, auf der Ries­ne­ralm in Öster­reich mit ei­ner Frau zu­sam­men­ge­prallt. Sie fuhr ohne Helm und starb, Alt­haus trug ei­nen Helm, das hat ihm wohl das Le­ben ge­ret­tet. Aus­führ­lich wur­de be­rich­tet über die Tra­gö­die, die ge­zeigt hat, wie ge­fähr­lich Ski­fah­ren sein kann. Ih­nen, lie­ber Herr Blo­me, wün­schen wir noch ei­nen schö­nen und ver­let­zungs­frei­en Ski­ur­laub (falls Sie ei­nen pla­nen).

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