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Ana­ly­se

Pol­ni­scher Frust

Warum das Holocaust-Gesetz die Gefühlslage vieler Bürger trifft

von Jan Puhl

Wie­der hat Po­len welt­weit eine ka­ta­stro­pha­le Pres­se – we­gen des „Ho­lo­caust-Ge­set­zes“ der na­tio­nal­kon­ser­va­ti­ven Re­gie­rung. Es ver­bie­tet nicht nur, die deut­schen Ver­nich­tungs­la­ger auf pol­ni­schem Bo­den als „pol­ni­sche“ La­ger zu be­zeich­nen, son­dern es soll auch Äuße­run­gen un­ter­bin­den, die Po­len eine Mit­ver­ant­wor­tung an Na­zi­ver­bre­chen zu­schrei­ben – und da wird es pro­ble­ma­tisch. Es gab durch­aus Po­len, die jü­di­sche Nach­barn an die Ge­sta­po ver­ra­ten ha­ben oder die Po­gro­me ver­an­stal­tet ha­ben wie in Jed­wab­ne 1941, wo sie rund 350 Ju­den er­mor­de­ten. Aber Po­len ha­ben auch un­zäh­li­ge Ju­den ge­ret­tet, kei­ne Na­ti­on stellt mehr „Ge­rech­te un­ter den Völ­kern“ in Yad Vas­hem als die Po­len.

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