Am falschen Ort zur falschen Zeit

Emigranten Ulrich Alexander Boschwitz schrieb 1938 im Exil einen dramatischen Roman über die Reichspogromnacht. 80 Jahre später erscheint „Der Reisende“ erstmals in Deutschland.

Au­tor Boschwitz um 1935

Am 8. Ok­to­ber 1942 ver­ließ die M. V. „Abos­so“, ein von der bri­ti­schen Re­gie­rung ge­char­ter­tes Pas­sa­gier­schiff, den Ha­fen von Kap­stadt und nahm Kurs auf Li­ver­pool. An Bord be­fan­den sich etwa 400 Per­so­nen, 43 da­von wa­ren deut­sche Emi­gran­ten. Un­mit­tel­bar nach Kriegs­be­ginn hat­te man die Män­ner in Eng­land zu feind­li­chen Aus­län­dern ("en­e­my ali­ens") er­klärt und bald nach Aus­tra­li­en de­por­tiert, nun durf­ten sie über Süd­afri­ka nach Eu­ro­pa zu­rück­keh­ren.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.