»Fick dieses Frauenrap-Stigma«

HIP-HOP  Deutschrap sei prollig und frauenfeindlich, so heißt es. Doch auch die Musikerin Antifuchs rappt über Schlampen, Fickfinger, Schwanzvergleiche. Ist das nun Antifeminismus?
Von Cathrin Schmiegel

Rap­pe­rin An­ti­fuchs»Ich bin ziem­lich geil, aber du kannst ge­nau­so geil sein«

Als das Mäd­chen be­schloss, ein Fuchs zu sein, der über aus­ge­streck­te Mit­tel­fin­ger und Schlam­pen rappt, stand ein Mann vor ihr, groß, mit Cap, und sag­te im Ton­fall ei­nes Pre­di­gers: »Du kannst doch nicht so flu­chen, das ge­hört sich nicht.« Dann: »Für ein Mäd­chen.« Sie stand auf der Büh­ne ei­nes Ju­gend­zen­trums, was ein üb­li­cher Auf­tritts­ort für jun­ge Rap­per ist, und dach­te sich: »Doch. Jetzt erst recht«, be­kam eine Fuchs­mas­ke ge­schenkt von ei­nem Freund, rot, aus Plas­tik, und gab sich ei­nen neu­en Na­men, An­ti­fuchs. Der Fuchs als Sym­bol, schlau und zäh. Das Anti für die Hal­tung, ge­gen al­les.

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