Haus­mit­tei­lung

Supp, Schmie­gel

Dies ist ein be­son­de­rer und ein nor­ma­ler SPIEGEL, bei­des stimmt, und bei­des ist wich­tig. An­fang des Jah­res hat­te Re­dak­teu­rin Bar­ba­ra Supp ein Kon­zept für ein Frau­en­heft er­stellt, ein Heft zum The­ma Gleich­be­rech­ti­gung. Wie den­ken 16-Jäh­ri­ge über Män­ner und Frau­en? Wie mo­dern sind die Ge­set­ze, wie viel Fa­mi­li­en­le­ben kann ein Dax-Vor­stand sich leis­ten? Gibt es so et­was wie weib­li­ches Re­gie­ren? Bei­trä­ge und Ide­en ka­men aus al­len Res­sorts, und die­ser Herbst nun bie­tet gleich drei An­läs­se für das Heft: 100 Jah­re ist es her, dass das Frau­en­wahl­recht ver­ab­schie­det wur­de, 50 Jah­re, dass durch den To­ma­ten­wurf ei­ner Stu­den­tin auf Stu­den­ten die neue Frau­en­be­we­gung be­gann, 1 Jahr, dass die #Me­Too-Be­we­gung auch hier­zu­lan­de star­te­te. Also hat Bar­ba­ra Supp ihr Heft­kon­zept zu­sam­men mit ih­rer Kol­le­gin Cath­rin Schmie­gel auf die­se Ter­mi­ne hin um­ge­setzt, als nor­ma­len und zu­sätz­li­chen SPIEGEL au­ßer­halb des üb­li­chen Er­schei­nungs­rhyth­mus. Supp, Jahr­gang 1958, mit knapp 30 Jah­ren SPIEGEL-Er­fah­rung, und Schmie­gel, Jahr­gang 1990, eben vom »Me­di­um Ma­ga­zin« un­ter die 30 bes­ten jun­gen Jour­na­lis­ten ge­wählt, blick­ten ge­mein­sam auf das, was in die­sem Land ge­schieht. Supp er­fuhr von Schmie­gel ei­ni­ges über das Ver­hal­ten im Shits­torm oder die Sit­ten im Deut­schrap (zum Ar­ti­kel); Schmie­gel er­fuhr von Supp ei­ni­ges über die Deu­tung pro­ble­ma­ti­scher Po­li­ti­ker wie Horst See­ho­fer. zum Ar­ti­kel

Koll­mann, Küp­pers

#frau­en­land heißt nicht nur die­ses Heft, son­dern auch eine So­ci­al-Me­dia-Ak­ti­on von SPIEGEL ON­LINE und SPIEGEL, und in der Er­schei­nungs­wo­che des Hef­tes läuft auf SPON eine The­men­wo­che zu #Me­Too. Im­mer geht es auch um die Fra­ge: Wo ste­hen wir, wie mo­dern ist die­se Ge­sell­schaft? Die Fra­ge wur­de auch den Frau­en auf dem Ti­tel des Hef­tes ge­stellt. Ti­tel­bild­che­fin Kat­ja Koll­mann hat zwölf der re­nom­mier­tes­ten deut­schen Fo­to­gra­fin­nen ge­be­ten, sich Ti­tel­hel­din­nen aus­zu­su­chen. Koll­mann be­kam zum Bei­spiel Por­träts von Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel, von der Au­to­rin Char­lot­te Ro­che, von ei­ner Po­li­zis­tin, von der »Ba­by­lon Ber­lin«-Dar­stel­le­rin Liv Lisa Fries. Koll­mann ge­stal­te­te acht Co­ver-Va­ri­an­ten, Abon­nen­ten be­kom­men ih­res nach dem Zu­falls­prin­zip. Alle zwölf Frau­en sind auf ei­ner opu­len­ten Bild­stre­cke zu se­hen (Ma­king-of über den QR-Code). Die­se wie­der­um hat Lay­ou­ter Nils Küp­pers, wie auch das ge­sam­te Heft, mit sei­nem Team ge­stal­tet. zum Ar­ti­kel

#frau­en­land

Vi­deo (3:56) Ein Jahr #me­too, 50 Jah­re neue Frau­en­be­we­gung und 100 Jah­re Frau­en­wahl­recht. Was hat sich ver­än­dert im SPIEGEL, aber auch im Rest des Lan­des? Su­san­ne Bey­er, Kat­ja Koll­mann und Bar­ba­ra Supp über die Ent­ste­hung des #frau­en­land-Hef­tes.
Bey­er, Hel­wig, Las­ker-Wall­fisch

Eine der Hel­din­nen für die Fo­to­stre­cke ist die Cel­lis­tin und Ausch­witz-Über­le­ben­de Ani­ta Las­ker-Wall­fisch. Sie hat sich in der Ham­bur­ger Elb­phil­har­mo­nie fo­to­gra­fie­ren las­sen. Nach dem Fo­to­ter­min be­stand die 93-Jäh­ri­ge dar­auf zu rau­chen. In der Elb­phil­har­mo­nie aber darf man nicht rau­chen, auch drau­ßen auf der Pla­za ist es nicht er­laubt. Las­ker-Wall­fisch ließ sich in ih­rem Roll­stuhl trotz­dem dort­hin fah­ren, Fo­to­gra­fin Fre­de­ri­ke Hel­wig und Re­dak­teu­rin Su­san­ne Bey­er, bei­de Nicht­rau­che­rin­nen, zün­de­ten sich aus So­li­da­ri­tät eben­falls Zi­ga­ret­ten an, es dau­er­te nicht lan­ge, bis alle drei er­mahnt wur­den. Der Kon­takt mit ei­nem Men­schen wie Las­ker-Wall­fisch ist für Bey­er »eine Ehre«, der Blick zu­rück in die Ge­schich­te wich­tig – auch wenn es den SPIEGEL selbst be­trifft. Für die­ses Heft hat Su­san­ne Bey­er ei­nen Es­say über das kom­pli­zier­te Ver­hält­nis der Ge­schlech­ter in­ner­halb des Hau­ses ge­schrie­ben: über den Um­gang heu­te und über mehr als 70 Jah­re SPIEGEL-Ge­schich­te und die be­son­de­re Rol­le, die der Her­aus­ge­ber Ru­dolf Augstein dar­in spielt. zum Ar­ti­kel