Raub­tier­frauen

Filmkritik  Steve McQueens »Widows – Tödliche Witwen«: ein Gangsterdrama unter feministischen Vorzeichen

Das Pent­house am See sieht aus wie die Er­fül­lung al­ler ka­pi­ta­lis­ti­schen Ver­spre­chen von Reich­tum und Frei­heit in die­sem Film, der in Chi­ca­go spielt. Ein wei­ßer Mann (Liam Nee­son) und eine afro­ame­ri­ka­ni­sche Frau na­mens Ve­ro­ni­ca (Vio­la Da­vis) lieb­ko­sen sich auf ei­ner Bett­statt mit Blick auf den Lake Mi­chi­gan. Plötz­lich wird der Zärt­lich­keits­aus­tausch un­ter­bro­chen. Es fol­gen Bil­der ei­ner hals­bre­che­ri­schen Ver­fol­gungs­jagd. Eine Hand­voll mas­kier­te Gangs­ter flüch­tet in ei­nem Lie­fer­wa­gen mit of­fe­ner Heck­klap­pe vor Strei­fen­wa­gen und bal­lern­den Po­li­zis­ten, ir­gend­wann zer­rei­ßen meh­re­re Ex­plo­sio­nen den Flucht­wa­gen. Ve­ro­ni­ca, die Be­woh­ne­rin des Pent­housea­part­ments, liegt nun solo in ih­rem Bett. Mit Trau­er in der Stim­me ver­kün­det sie: »Wir sind auf uns al­lein ge­stellt.«

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