Die Grip­pe­sai­son 2018/​19 hat für das Ro­bert Koch-In­sti­tut, das die Aus­brei­tung schwe­rer In­fek­ti­ons­krank­hei­ten in Deutsch­land über­wacht, mit der 40. Ka­len­der­wo­che be­gon­nen. Je­des Jahr er­kran­ken in der Bun­des­re­pu­blik bis zu zehn Mil­lio­nen Men­schen an der Grip­pe, auch In­flu­en­za ge­nannt. Oft ist nach ei­ner Wo­che al­les vor­bei, doch die Grip­pe kann auch töd­lich en­den. Ge­fähr­det sind be­son­ders äl­te­re Men­schen, de­ren Im­mun­sys­tem schwä­cher ist. Die meis­ten Ster­be­fäl­le ver­ur­sacht eine bak­te­ri­el­le Lun­gen­ent­zün­dung, nach­dem die In­flu­en­za­vi­ren das Or­gan ge­schä­digt ha­ben. Die Zahl der Pa­ti­en­ten, die an den Fol­gen der sai­so­na­len, also jähr­lich wie­der­keh­ren­den Grip­pe ums Le­ben kom­men, schwankt: Im Win­ter 2016/​17 wa­ren es ge­schätzt 22 900 Men­schen, so vie­le, wie seit 21 Jah­ren nicht mehr. Seit der Jahr­tau­send­wen­de gab es aber auch acht Win­ter ohne ein ein­zi­ges Op­fer. Der bes­te Schutz ist eine Imp­fung, bei Se­nio­ren emp­fiehlt die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on eine Impf­quo­te von 75 Pro­zent. Wäh­rend die sai­so­na­le Grip­pe re­gio­nal be­grenzt bleibt, wei­tet sich eine Grip­pe­pan­de­mie zü­gig auf an­de­re Län­der aus, weil es sich um ei­nen an­de­ren Er­re­ger han­delt und die Grun­dim­mu­ni­tät in der Be­völ­ke­rung fehlt. Bei der Pan­de­mie vor hun­dert Jah­ren, der »Spa­ni­schen Grip­pe«, star­ben in Deutsch­land ge­schätzt 426 600 Men­schen, 1957/​58 bei der »Asia­ti­schen Grip­pe« 29 100, bei der »Schwei­ne­grip­pe« im Win­ter 2009/​10 nur 350. Dank Not­fall­plä­nen, bes­se­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­gen und der Mög­lich­keit, schnell den rich­ti­gen Impf­stoff zu pro­du­zie­ren, sind wir ihr nicht hilf­los aus­ge­lie­fert.

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