Per­so­na­lien

Neues vom Häcksler

• Dienst­äl­tes­te »Tat­ort«-Er­mitt­le­rin ist sie längst. 2019 be­geht Ul­ri­ke Fol­kerts, 57, als Lud­wigs­ha­fe­ner Kom­mis­sa­rin Lena Oden­thal ihr Drei­ßig­jäh­ri­ges. Zu die­sem An­lass soll eine der be­rüch­tigts­ten Fol­gen der Kri­mi­rei­he wei­ter­erzählt wer­den: »Tod im Häcks­ler«. Der Fall war 1991 ein Skan­dal – zu­min­dest un­ter Pfäl­zern. Sie sa­hen sich ver­un­glimpft, weil die Be­woh­ner des fik­ti­ven Ört­chens Zar­ten als hin­ter­wäld­le­ri­scher Mob dar­ge­stellt wur­den. Fol­kerts leis­te­te Ab­bit­te, in­dem sie auf Ein­la­dung des da­ma­li­gen rhein­land-pfäl­zi­schen Wirt­schafts­mi­nis­ters Rai­ner Brü­der­le (FDP) mit ihm durch sei­ne Hei­mat wan­der­te. Die Fort­set­zung ist eben­falls in Zar­ten an­ge­sie­delt, Dreh­be­ginn soll im Früh­jahr sein. Fol­kerts sagt, sie wol­le die »Tat­ort«-Zu­schau­er »mit auf eine Zeit­rei­se neh­men«. Wie in Teil eins spielt Ben Be­cker den Dorf­po­li­zis­ten. Der SWR hat­te auch den Re­gis­seur von »Tod im Häcks­ler« für die Fort­set­zung an­ge­fragt, doch der sag­te ab, da sein Job ihm da­für kei­ne Zeit las­se: Nico Hof­mann ist heu­te Chef der Pro­duk­ti­ons­fir­ma Ufa.

Anders als Adenauer

• Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter und Vi­ze­kanz­ler Olaf Scholz, 60, fühlt sich of­fen­bar zu Hö­he­rem be­ru­fen. Beim »SPIEGEL Ge­spräch live« im Ham­bur­ger Tha­lia Thea­ter ver­gan­ge­nen Diens­tag zum The­ma »Stadt der Zu­kunft« of­fen­bar­te er nicht nur sein Ge­fal­len am his­to­ri­schen Kanz­ler­bun­ga­low in Bonn – »im Ge­gen­satz zu Ade­nau­er« fin­det Scholz das Ge­bäu­de aus den Sech­zi­ger­jah­ren »schön« –, son­dern sag­te auch, dass er we­der Bür­ger­meis­ter von New York noch von Ve­ne­dig wer­den wol­le, ihm schwe­be »ein an­de­res Amt« vor. Re­dak­teu­rin Su­san­ne Bey­er, die für den SPIEGEL mo­de­rier­te, kom­men­tier­te, der Mann wol­le wohl Bun­des­kanz­ler wer­den, Scholz re­agier­te mit ei­nem zu­frie­de­nen Grin­sen. Mit auf der Büh­ne saß der Schwei­zer Ar­chi­tekt der Elb­phil­har­mo­nie, Jac­ques Her­zog, der Schol­z' Rol­le bei dem schwie­ri­gen Bau, der den Steu­er­zah­ler statt 77 am Ende fast 800 Mil­lio­nen Euro kos­te­te, über al­les lob­te: »Ohne ihn stün­de da gar nichts.«

Entspannt diploma­tisch

• Von vie­len wird er für den bes­ten männ­li­chen Ten­nis­spie­ler al­ler Zei­ten ge­hal­ten, sei­ne Bi­lanz ist ja auch ein­drucks­voll, sei­ne 20-jäh­ri­ge Kar­rie­re lang­le­big. In­zwi­schen wird der Schwei­zer Ten­nis­pro­fi Ro­ger Fe­de­rer, 37, al­ler­dings im­mer häu­fi­ger ge­fragt, wann er in den Ru­he­stand ge­hen wol­le. Bis­her ver­wei­ger­te der acht­ma­li­ge Wim­ble­don-Sie­ger die Ant­wort stets mehr oder we­ni­ger di­plo­ma­tisch. Das Schöns­te an sei­ner Kar­rie­re sei für ihn, so re­agier­te er auf ent­spre­chen­de An­fra­gen von Re­por­tern in Shang­hai An­fang Ok­to­ber, dass sie nicht vor­her­sag­bar sei. Trotz­dem habe er Vor­stel­lun­gen, wie er sei­ne Zeit als Ru­he­ständ­ler ge­stal­ten möch­te, ver­riet er nun dem »Sun­day Times Ma­ga­zi­ne«. Weil er so viel ge­flo­gen sei wäh­rend sei­ner Kar­rie­re, wol­le er gern lan­ge Tou­ren mit dem Auto ma­chen: durch Ita­li­en, Deutsch­land, Frank­reich, Skan­di­na­vi­en. Au­ßer­dem wol­le er Lon­don als Tou­rist er­obern. Und bis da­hin? Das Ein­zi­ge, was ihm wich­tig sei, sei­en sei­ne Frau, sei­ne Kin­der und sei­ne Freun­de. Fe­de­rer: »Ten­nis? Groß­ar­tig. Wenn ich wei­ter sie­ge – fan­tas­tisch. Wenn nicht, auch gut.«

Mehr, mehr, mehr

• Sie habe ih­ren wah­ren Wert end­lich er­kannt, teil­te Jen­ni­fer Lopez, 49, der »New York Times« kürz­lich mit. Das meint die Schau­spie­le­rin kei­nes­wegs me­ta­pho­risch. Die Wer­bung für ih­ren neu­en Film »Man­hat­tan Queen«, der im Ja­nu­ar in Deutsch­land star­tet, be­glei­tet sie mit der An­kün­di­gung, fort­an we­ni­ger ar­bei­ten und mehr Geld ver­die­nen zu wol­len. Noch mehr Geld, muss es hei­ßen, denn ihre di­ver­sen Ein­nah­me­quel­len – Sin­gen, Tan­zen, Schau­spie­lern, aber auch Par­fum­ver­kau­fen und, und, und – ma­chen J. Lo oh­ne­hin zu ei­ner der laut Ma­ga­zin »For­bes« 100 reichs­ten Pro­mi­nen­ten der USA. In Zu­kunft will Lopez ei­nen hö­he­ren Ge­winn ein­strei­chen für die Pro­duk­te, die ih­ren Na­men tra­gen. Es gehe ihr da­bei um mehr als ums Geld, be­teu­ert sie. Sie will ein Zei­chen set­zen für ihre Kin­der, die eine Welt er­le­ben sol­len, in der Frau­en viel er­rei­chen kön­nen: »Wir schrei­ben Ge­schich­te, wir rei­ßen Mau­ern ein, wir wol­len die glä­ser­ne De­cke durch­bre­chen.«

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