Bach­blü­te­nöko­nomie

Analyse  Immer wieder werfen Politiker und Ökonomen Deutschland vor, seine hohen Exportüberschüsse führten zu höherer Arbeitslosigkeit im Ausland. Das ist falsch, das Gegenteil ist der Fall. Von Christian Reiermann

Wenn es um ihre Über­zeu­gun­gen geht, lie­gen Po­pu­lis­ten von links und rechts zu­wei­len ganz dicht bei­ein­an­der. Es gilt die Huf­ei­sen­theo­rie: Lin­kes und rech­tes po­li­ti­sches Spek­trum kom­men sich häu­fig sehr nah. Die über­ra­schen­de Übe­rein­stim­mung ei­gent­lich ge­gen­sätz­li­cher Welt­bil­der zeigt sich etwa im Streit um die Leis­tungs- und Han­dels­bi­lan­zen. Da er­schei­nen Po­li­ti­ker so un­ter­schied­li­cher Prä­gung wie US-Prä­si­dent Do­nald Trump und Lin­ken-Iko­ne Os­kar La­fon­tai­ne als Brü­der im Geis­te. Die Ein­fuhr von Wa­ren aus dem Aus­land »lie­fert un­se­re Jobs und un­se­ren Wohl­stand« an­de­ren Län­dern aus, wü­tet der In­sas­se des Wei­ßen Hau­ses re­gel­mä­ßig und über­zieht Freund wie Feind mit Han­dels­krie­gen. Ähn­lich sieht das der Glo­bal­öko­nom aus dem Saar­land, er zählt Deutsch­land zu den »größ­ten Sün­dern welt­weit«. La­fon­tai­nes Be­grün­dung: »So­lan­ge wir viel mehr ex­por­tier­ten als im­por­tier­ten, schä­di­gen wir an­de­re. So ist das nun mal.«

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