ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Stra­ßen­sze­ne in Lis­sa­bon 1967
Portugal

Lusitanische Lethargie

Mit einem Schlaganfall ging in Portugal eine vierzig Jahre währende Ära zu Ende. Während man Diktator Salazar im Glauben ließ, noch immer das erstarrte Land zu regieren, versprach sein Nachfolger alles zu belassen, wenn auch ein bisschen weniger brutal.

Am Ende war An­tó­nio de Olivei­ra Sa­la­zar ein­fach vom Lie­ge­stuhl ins Koma ge­kippt, in dem sein Land be­reits seit Jahr­zehn­ten ver­harr­te. Nach­dem der ver­wirr­te Ex-Herr­scher wie­der er­wacht war, be­ließ ihn die neue Re­gie­rung in dem Glau­ben, sein Land zu re­gie­ren. So wie Sa­la­zar in die­ser Il­lu­si­on noch knapp zwei Jah­re da­hin­welk­te, so gab sich Por­tu­gal der Il­lu­si­on hin, noch im­mer im Kon­zert der Groß­mäch­te mit­zu­spie­len, ob­gleich es längst zum Ar­men­haus Eu­ro­pas her­ab­ge­sun­ken war.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 46/2018.